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Neue ICE-Strecke: Junge Union fordert Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs

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Berlin/Thüringen 9. Dezember 2015 – Anlässlich der heutigen Verkehrsfreigabe der neuen ICE-Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt und Halle/Leipzig durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verkehrsminister Alexander Dobrindt fordern der JU-Bundesvorsitzende Paul Ziemiak und sein Stellvertreter, der verkehrspolitische Sprecher, Christian Natterer den weiteren konsequenten Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Deutschland und Europa.

Die neue ICE-Strecke zwischen Erfurt und Halle/Leipzig ist sowohl Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 als auch des Transeuropäischen Verkehrsnetzes im Zuge der Achse Berlin-München-Mailand-Palermo. „Wenn im Jahr 2017 auch die neue ICE-Strecke zwischen Erfurt und Nürnberg ihrer Bestimmung übergeben wird, drücken wir die Fahrzeit zwischen Berlin und München auf unter 4 Stunden. Das ist dann eine wirkliche Alternative zum Flugzeug. Mit dem heutigen Tag sind wir diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen“, so Ziemiak und Natterer.
„Doch es gibt noch eine Menge weiterer Lücken im deutschen und grenzüberschreitenden Schienenhochgeschwindigkeitsverkehr bei diversen Trassen von überregionaler Bedeutung. Diese müssen zum Erhalt unserer Wettbewerbsfähigkeit prioritär und zeitnah geschlossen werden, was sich auch im anstehenden Bundesverkehrswegeplan widerspiegeln muss. Konkret fordern wir daher:“

• Den zügigen und kompletten Ausbau des wichtigen Güterverkehrskorridors Rotterdam-Genua mit den Ausbauabschnitten zwischen Oberhausen und Emmerich, der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim sowie den viergleisigen Ausbau zwischen Karlsruhe und Basel.
• Neben der Rheintalbahn ist zur besseren Bewältigung des Alpentransitverkehrs auch der Ausbau der Brennerzulaufstrecke zwischen München und Kufstein dringend erforderlich.
• Wir fordern eine deutliche Verbesserung der Hinterlandanbindung der deutschen Seehäfen auf dem Bundesschienenwegen. Außerdem fordern wir den Bau des Fehmarnbelttunnels zwischen Schleswig-Hosltein und Dänemark sowie den Ausbau der entsprechenden Zulaufstrecken.
• Zur Stärkung der Ost-West Verkehre fordern wir die Realisierung der Aus- und Neubaustrecke Hanau–Würzburg/Fulda–Erfurt inkl. der sog. Mottgers-Spange.
• Ebenso die zügige Fertigstellung der „Magistrale für Europa“ zwischen Stuttgart-Ulm–Augsburg-München und Salzburg im Zuge des europäischen Korridors Paris-Budapest.
• Den Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Dresden und Prag.
• Sowie die komplette Realisierung der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Aachen, im Zuge der Achse Rhein/Ruhr – Brüssel/Paris.

All diese Projekte sind von internationaler Bedeutung und daher unverzichtbar, um das anstehende Verkehrswachstum zu bewältigen, das Klima zu schützen und auch künftig eine sichere Einbindung Deutschlands in die europäischen Waren- und Verkehrsströme zu gewährleisten", so Ziemiak und Natterer abschließend.

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