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Junge Union - Zeitachse
1945 - 1950
1945

Bereits kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges in Europa gründen sich mit der "Jungen Aktion" und der "Arbeitsgemeinschaft junger Deutscher in der CDU" Vorläufer-Verbände der Jungen Union. Der militärischen und moralischen Niederlage Deutschlands soll eine demokratische Hoffnung entgegengesetzt werden. Erfahrungen aus der katholischen und evangelischen Kirchenarbeit helfen den jungen Menschen, sich in kleinen Diskussionsrunden zu organisieren.


1946

Junge Christdemokraten sind in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) massiven Verfolgungen ausgesetzt, viele von ihnen werden verhaftet, gefoltert und ermordet.

Im westfälischen Recklinghausen versammeln sich 53 Vertreter der acht Landesverbände in der britischen Zone erstmalig zu einer konstituierenden Sitzung. Auf der Tagung wird ein historischer Beschluss gefasst: "Grundsätzlich nennt sich die genannte Altersgruppe (18 bis ca. 35 Jahre) von der Ortsgruppe bis zum Zonenverband "Junge Union" in der CDU".


1947

Beim 1. Deutschlandtreffen der JU vom 19.-21. Januar in Königstein im  zuvor bereits auf Taunus gründet sich der Bundesverband, nachdem es auf Länderebene verschiedene JU-Verbände gegeben hatte. 

Dr. Bruno Six wird zum ersten Bundesvorsitzenden gewählt.



Ihren zweiten Deutschlandtag veranstaltet die Junge Union in der Hauptgeschäftsstelle der CDUD in Ost-Berlin. Die Versammlung in der Jägerstraße soll die Solidarität der JU Deutschlands mit ihren in der SBZ verhafteten Mitgliedern zum Ausdruck bringen.

In Hamburg findet vom 12. bis zum 15. August der dritte Deutschlandtag statt. In der Hansestadt konstituiert sich der Deutschlandrat als oberstes Gremium zwischen den Deutschlandtagen.

1948

Am 26. Januar 1948 wird die Junge Union in der SBZ von den kommunistischen Machthabern in Moskau und Ost-Berlin endgültig verboten und muss ihre Arbeit im Osten Deutschlands wegen der fortgesetzen Verfolgung ihrer Mitglieder einstellen.

Fred Sagner wird Bundesvorsitzender.


1949

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 forciert eine engere Zusammenarbeit der westlichen Landesverbände der JU. Auf seiner Sitzung in Oberwesel am 2. und 3. Juli beschließt der Deutschlandrat die fortan gültige Satzung der Jungen Union Deutschlands.

Josef Hermann Dufhues wird Bundesvorsitzender.


1950

Mit den „Würzburger Beschlüssen" gibt sich die JU das erste gemeinsame Programm. Als ethische Grundlage zur Erneuerung des geistigen und kulturellen Lebens wurde das Christentum ins Zentrum gerückt. Ebenso forderte man die rasche Wiedervereinigung Deutschlands. In der Europapolitik sprach sich die JU für einen Zusammenschluss der europäischen Staaten aus.

Auf ihrem Gründungsparteitag in Goslar erkennt die Bundes-CDU die JU in ihrem Statut als "selbstständige Vertretung der Jugend" innerhalb der Partei an.

Ernst Majonica wird Bundesvorsitzender.


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