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Oskar darf nicht in den Iran
Oskar Lafontaine.
Oskar Lafontaine.

Im Saarland und im restlichen Deutschland zunehmend unbeliebt, ist Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine auch im Iran nicht wohlgelitten. Seine geplante Reise musste der "Napoleon von der Saar" mangels Interesse der iranischen Seite absagen.

Im Saarland und im restlichen Deutschland zunehmend unbeliebt, ist Oskar Lafontaine, früherer SPD-Chef und nun Vorsitzender der Linkspartei/PDS-Fraktion im Deutschen Bundestag, auch im Iran nicht wohlgelitten. Seine geplante Reise in das Land musste der "Napoleon von der Saar" mangels Interesse der iranischen Seite absagen.

Eigentlich wollte Lafontaine noch im April nach Teheran fahren, um sich vor Ort ein Bild von der Situation im Iran sowie vom Stand des dortigen Atomprogramms zu machen. Doch offenbar besitzt der politische Namen Lafontaines im ehemaligen Persien keinen besonderen Klang: Wie Linksparteisprecher Hendrik Thalheim zerknirscht einräumen musste, gab es auf die deutsche Besuchsofferte bei den Iranern keine große Resonanz - ein Programm für den aufdringlichen Gast aus Berlin wurde jedenfalls nicht ausgearbeitet.

Lafontaine wollte zudem mit Irans Präsident Mahmoud Ahmadinedschad ins Gespräch kommen - falls dieser denn dazu bereit gewesen wäre. Doch der Machthaber kann sich anscheinend Sinnvolleres vorstellen, als mit einem Vertreter der Linkspartei zu plaudern. Eine Einladung Ahmadinedschads zu einem Treffen unterblieb daher ebenfalls.

Wie Parteisprecher Thalheim betont, soll demnächst ein zweiter Reiseanlauf genommen werden. Schließlich sei es das Ziel der Linkspartei/PDS, so hatte es ihr Fraktionschäftsführer Uli Maurer vor Wochen selbstbewusst angekündigt, alles zu tun, um einen Krieg wegen des iranischen Atomprogramms zu verhindern. Wie es jedoch scheint, ist die aktive Mittlerrolle eines Oskar Lafontaine dabei ziemlich irrelevant. 


[20.04.2006]
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