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Ypsilantis Schule
![]() Der Fachmann warnt, Frau Ypsilanti wundert sich: Bildungsexperten lehnen das SPD-Konzept zur Gesamteinheitsschule ab.
Ein merkwürdiges Verhältnis pflegen seit jeher die Sozialdemokraten zum mehrgliedrigen Schulsystem. Viel zu früh, so sagt es auch die hessische SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti immer wieder, würden die Kinder „vorsortiert". Weil das lange gemeinsame Lernen besser sei, müsse schleunigst die Einheitsgesamtschule bis zur zehnten Klasse eingeführt werden, fordert sie - ihr eigener Sohn ist jedoch auf einem Privatgymnasium. Doch Bildungsexperten warnen: Die SPD-Vorstellungen hätten „fatale Folgen" für das Schulsystem. Ausgerechnet der Schulleiter der Anna-Schmidt-Schule in Frankfurt, Michael Gehrig, führt die Reihe der Kritiker an – kurios ist dies deshalb, weil Ypsilantis Sohn selbst Schüler dieses privaten Gymnasiums ist. Die Pläne der SPD-Politikerin, nur noch diejenigen Schulen finanziell und mit zusätzlichen Lehrern unterstützen, die sich zu Einheitsgesamtschulen umwandeln lassen, würden das Aus für die Gymnasien bedeuten, so Gehrig. Dass die persönliche Betroffenheit Ypsilantis als Mutter eines schulpflichtigen Sohnes zu einem Meinungswandel führen könnte, ist angesichts der ideologischen Verbohrtheit nicht zu erwarten. Zu fragen wäre allerdings auch, warum die SPD-Frontfrau ihr Kind nicht an einer staatlichen (Gesamt-)Schule unterrichten lässt. Man könnte glatt meinen, diese nivellierende Schulform sei eben doch nicht so ideal, wie uns die Sozialdemokraten immer glauben machen wollen. [24.01.2008]
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