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Junge Union fordert aktuelle Stunde im Bundestag zur Lage im Kosovo

In einem Schreiben an die Partei- und Fraktionsspitze bat sie um Unterstützung dieses Anliegens. Die von Milosevic zu verantwortenden Greueltaten an der albanischen Zivilbevölkerung zögen eine Blutspur durch den Balkan, erklärte die junge CDU-Politikerin.

Hildegard Müller wörtlich: "Es ist hohe Zeit, einen Flächenkrieg aufzuhalten. Dazu gehört die Bereitschaft zu einem entschlossenen Eingreifen seitens des Westens. Das geht nicht ohne militärische Mittel. Milosevic muß demonstriert werden, daß die internationale Staatengemeinschaft notfalls bereit ist, Bodentruppen einzusetzen. Sonst machen wir uns im Kosovo erneut der unterlassenen Hilfeleistung schuldig."

Auch die "Schröder-Regierung, allen voran Bundesaußenminister Josef Fischer", habe die Zeit nach dem Waffenstillstandsabkommen zu keinerlei signifikanten Schritten genutzt, auf eine dauerhafte Lösung hin zu wirken. Fischer müsse sich nun endlich klar positionieren, forderte Müller. "Statt über virtuelle OSZE-Strategien zu philosophieren, sollen Fischer und Schröder den Menschen endlich reell helfen, - mit der NATO. Es hilft niemandem, wenn wir uns über Massaker empören, wenn wir nicht bereit sind, dem ein Ende zu bereiten!"

[21.01.1999]
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