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PRESSE
Rentengipfel der Jugend gescheitert
Hildegard Müller: Mitwirkungsmöglichkeiten der Jugend nicht genutzt

Die JU-Chefin hatte Vertreter der politischen, konfessionellen, gewerkschaftlichen und unternehmerischen Jugendverbände ebenso wie ihre parlamentarischen Vertreter zu einem Runden Tisch gebeten. Ziel war es, gemeinsame Maßstäbe und Kriterien für ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Alterssicherungssystem zu formulieren.

"Die Politik hätte ein positives Signal für Generationengerechtigkeit gebraucht", so die JU-Vorsitzende Müller. Sie zeigte sich von "einigen der Jugendverbände enttäuscht".

Nach wie vor sieht Müller, "breite Übereinstimmungen in der Analyse und den Zielprojektionen für eine generationengerechte Alterssicherung". Über die Entwicklung des Rentenniveaus, die Altersversorgung von Frauen, die Stärkung privater und betrieblicher Vorsorge und die Besteuerung der Altersversorgung "konnte während der ersten Treffen im wesentlichen Übereinstimmung erzielt werden".

Müller wörtlich:

"Wir haben es versucht. Die Junge Union hat die Initiative zu einem breitangelegten Konsens der Jugendverbände ergriffen. Während der ersten Treffen zeichneten sich die Diskussionen durch eine hohe Gesprächsbereitschaft aus. Es hat sich die Chance geboten, die Interessen der jungen Genration in die Gesamtdiskussion unüberhörbar einzubringen.

Diese Chance scheiterte an der mangelnden Fähigkeit einiger Verbände das Ziel höher zu gewichten als partei-strategische Überlegungen. Damit haben sie eine echte Mitwirkungsmöglichkeit der jungen Generation nicht genutzt.

Das kann mich allerdings nicht dazu verleiten, alte Rituale mit neuen Gesichtern fortzuschreiben. Die Junge Union wird weiterhin an einer gerechten Lösung des Problems arbeiten. Mit all jenen, die konstruktiv an einer glaubwürdigen, nachhaltigen und effizienten Reform der Alterssicherungssysteme interessiert sind, werde ich weiterhin das Gespräch suchen. Wer dagegen aus Gründen der Parteiräson wegbleibt muß sich fragen, welche Ziele er noch hat und für wen er verändern will."

[04.11.1999]
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