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PRESSE
JU: Schröder soll sich bei Ostdeutschen entschuldigen

Schröder sei der einzige amtierende Politiker, der seinerzeit gegen den Einheitsvertrag gestimmt hatte.

JU-Chefin Hildegard Müller und ihr Stellvertreter Georg Fahrenschon (Bayern) bezeichneten es als einen "Anachronismus der Geschichte", daß Schröder als Bundeskanzler "nicht das Format habe, sich für seinen historischen Irrtum zu entschuldigen".

"Das ist eine Verhöhnung der vielen hunderttausend Frauen und Männer, die 1989 für Freiheit und Einheit auf die Straße gegangen sind", so die JU-Vorsitzende Müller. JU-Vize Fahrenschon bezeichnete die Diskussion um die Redezeit für einen Bürgerrechtler als "Schlag ins Gesicht derer, die die Einheit erst ermöglicht" hätten.

"Schröder muß sich stellen", fordern die jungen Christdemokraten. "Wenn er nicht Abbitte leistet, dann hätte man auch Margaret Thatcher um eine Festrede bitten können", so Müller und Fahrenschon abschließend.

[08.11.1999]
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