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PRESSE
Junge Union: CDU muss jünger werden!
Hildegard Müller fordert Mut zu struktureller, personeller und inhaltlicher Erneuerung

¨Der allgemein rückläufige Trend, sich in Verbänden oder Vereinen zu engagieren, macht auch vor der CDU keinen Halt. Deshalb ist es eine richtige Entscheidung der neuen Parteiführung, vor allem junge Menschen für die Union zu begeistern. Die Partei für interessierte Bürger weiter zu öffnen, ohne Mitglied werden zu müssen, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Denn wer politische Standpunkte entwickelt, muss offen sein gegenüber Menschen mit anderen Ideen und Erfahrungen.

Die CDU muss nach der positiven Entwicklung bei Neumitgliedern die Anstrengungen weiter verstärken. Mit einem Altersdurchschnitt von 54,3 Jahren hat die CDU ein strukturelles Problem. Die Tatsache, dass nur 16,2 Prozent der CDU-Mitglieder unter 40 Jahren sind, ist eine Aufforderung, jungen Menschen ein erheblich stärkeres Gewicht in der Politik zu geben.

Die Junge Union ist Motor einer ständigen sachpolitischen und personellen Erneuerung in den Unionsparteien. Mit rund 140.000 Mitgliedern, nicht wie fälschlicherweise in verschiedenen Medien der letzten Tagen berichtet 40.000, ist die Junge Union die grösste politische Jugendorganisation in Europa.

Dass sich über zwei Drittel der Mitglieder der Jungen Union nicht für eine Mitgliedschaft in der CDU entschieden haben, verdeutlicht zum einen klar das Selbstverständnis als eigenständige Jugendorganisation von CDU und CSU. Es zeigt aber zugleich, dass eine grosse Mehrheit in der Jungen Union die Parteiarbeit in der CDU für wenig attraktiv hält.

Politikstil und politische Inhalte müssen sich verstärkt auch an den Bedürfnissen junger Menschen und junger Familien ausrichten. Nachwuchsförderung ist notwendig auf allen Ebenen der Partei. Die CDU muss zu einem Forum der Ideen werden. Die CDU braucht Mut zur Erneuerung, strukturell, personell und inhaltlich."

[08.09.2000]
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