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Junge Union: " Regierungschefs müssen nachverhandeln!"
Ziele bei Regierungskonferenz in Nizza wurden verfehlt
¨Die Staats- und Regierungschefs haben in Nizza den selbst gesetzten Anspruch einer historischen Reform verfehlt. Diese Regierungskonferenz war ein beispielloser Schacher um nationale Egoismen. Offenbar fehlt es den mehrheitlich sozialdemokratischen Regierungschefs an Visionen für ein handlungsfähiges Europa.¨
Müller machte deutlich, daß die Konferenz in der wichtigsten Frage, der Ausweitung der Mehrheitsentscheidungen, sogar hinter den pessimistischen Prognosen zurückgeblieben ist. Dies sei aber noch stärker als die vieldiskutierte Gewichtung der Stimmen im Rat - die Kernfrage zukünftiger Handlungsfähigkeit. Die Staats- und Regierungschefs hätten Handlungsfähigkeit, Demokratie und Transparenz in Nizza eine Absage erteilt. Bedauerlich ist nach Ansicht der JU-Chefin die Verschlechterung des deutsch-französischen Verhältnisses, für die vor allem Kanzler Schröder verantwortlich sei. ¨Helmut Kohl hätte bereits im Vorfeld einen Kompromiß gesucht und damit den Verlauf des Gipfels nicht zusätzlich belastet. Soweit hätte es Schröder nicht kommen lassen dürfen¨, so Müller. ¨Nizza war ein Mißerfolg. Das Ziel der Sicherung von Handlungsfähigkeit und die Demokratisierung wurde nicht erreicht. Wir brauchen aber dort wo Europa entscheiden soll Mehrheitsentscheidungen und konsequente Mitbestimmung des Europäischen Parlaments. Die Regierungschefs haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Wenn wir die Zukunft Europas sichern wollen muß dieses Ergebnis überarbeitet werden und zwar noch vor der ersten Beitrittsrunde im Jahre 2004. Die Regierungschefs müssen nachverhandeln. Ansonsten droht die Union sich spätestens nach der Erweiterung selbst zu lähmen¨, so die JU-Chefin anschließend. [12.12.2000]
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