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PRESSE
Fischer niemals ein Kandidat für die Junge Union
Zur Äußerung von Außenminister Fischer, dass er ¨eigentlich der ideale Kandidat für die Junge Union gewesen wäre¨, erklärt Hildegard Müller, Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands:

Menschen zu verprügeln ist mit den Grundsätzen der Jungen Union absolut unvereinbar. Wir stehen auf der Seite der zusammengeschlagenen Polizisten. Auch Mitglieder von Junger Union und RCDS gehörten zu denjenigen, die in den siebziger Jahren Opfer der Gewalt militanter Gruppen á la Fischer waren. Fischers Aussage empfinden wir daher als besondere Verhöhnung der 140.000 Mitglieder der Jungen Union, die im gewaltfreien demokratischen Diskurs die Meinung des Andersdenkenden achten.

¨Die Junge Union Deutschlands hat Beschlüsse zur Unvereinbarkeit von Mitgliedschaft und Gewaltbereitschaft verabschiedet. ¨Bullenklatschen¨, ¨Zeckenklatschen¨ und Jagd auf Ausländer sind kriminelle Spielarten derselben Gewaltbereitschaft, die nicht durch den Verbleib Fischers im Amt des deutschen Außenministers und Vizekanzlers legitimiert werden darf. Wer ­ noch dazu wie Fischer im erwachsenen Alter ­ versucht hat, sich mit Fäusten gegen Argumente durchsetzen, verliert seine demokratische Legitimation. Fischer idealisiert seine damaligen Taten als romantische Jugendsünde und auch heute ist er nicht bereit, sich von Gewalt zu distanzieren. All dies ist nicht zu entschuldigen und muss zu seinem Rücktritt führen¨, so Müller.

¨Da Gewalt die Kapitulation des Geistes ist, sollte Fischer nicht noch versuchen seine Vergangenheit intellektuell aufzuwerten. Dadurch verliert er den letzten Funken an Glaubwürdigkeit¨, meinte Müller abschließend.

[16.01.2001]
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