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PRESSE
JU: "Schröder muß Drohungen gegen Kirch-Gruppe beenden"
Kanzler plant gesetzgeberische Maßnahmen wegen Übertragungsrechte der Fußball-WM

"Mit der populistischen Forderung "Fußball für alle" hat der Kanzler erneut ein Thema zur "Chefsache" erklärt. Wie in der Vergangenheit geht es Schröder weniger um die Lösung des Problems als um kurzfristige Effekthascherei.

Die Ignoranz gegenüber der Tatsache, daß die Kirch-Gruppe die alleinigen Übertragungsrechte in Deutschland für die beiden Fußballweltmeisterschaften besitzt, offenbart ein mehr als merkwürdiges Verständnis von Eigentum. Daß ein Medienunternehmer wie Leo Kirch an der Nutzung von Rechten Gewinn erzielen möchte, ist verständlich. Auch darauf beruht das System der Sozialen Marktwirtschaft. Beliebige Eingriffe in die Eigentumsrechte von Privaten oder Unternehmen - wie Schröder sie im Falle Kirch angedroht hat - verbieten sich in einem marktwirtschaftlichen System.

Schröder verschweigt völlig, daß das Eröffnungsspiel, das Halbfinale und alle Begegnungen mit deutscher Beteiligung im Free-TV zu sehen sein werden. Darüber hinaus beschneidet der Kanzler mit seiner Forderung die Kompetenzen der Länder. Jede Ausdehnung des Free-TV in punkto Fußballweltmeisterschaften ist Ländersache und würde der Zustimmung jeder Landesregierung bedürfen."

[01.03.2001]
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