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PRESSE
JU-Chefin Müller: "Fatale Entscheidung: IOC stützt menschen-verachtendes Regime - Samaranchs Kampf gegen die Moral"
Zur IOC-Entscheidung für Peking als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2008

Die Vergabe der Olympischen Spiele an eine Diktatur ist ein schwerwiegender Fehler. Die IOC-Entscheidung für China spielt eine vermeintliche Normalität in einem Land vor, das nach wie vor ein Unrechtsstaat ist. Todesurteile und Hinrichtungen, politische Gefangene und Zwangsarbeiter sowie die Unterdrückung der Bevölkerung und die Verfolgung von Dissidenten im Ausland sind die alltägliche Realität in China. Die Bevölkerung Tibets wird seit Jahrzehnten unterdrückt, das Land mit Waffengewalt besetzt und die Kulturdenkmäler systematisch zerstört. In den letzten drei Monaten sind die Todesurteile und Hinrichtungen durch das Regime in Peking drastisch gestiegen - allein über 3.000 Todesurteile und 1.700 Hinrichtungen in diesem Zeitraum. Zu all dem schweigt das IOC.

Die Vergabe der Spiele an eine Diktatur widerspricht der Olympischen Idee. Die Olympischen Spiele sind nicht nur ein Sport-Wettkampf, sondern haben auch hohen politischen Symbolwert. Das IOC hat die Pflicht auf die fatale Menschenrechtssituation in China aufmerksam zu machen. Denn in der Charta der Olympischen Spiele ist die Rede von Frieden und Menschenwürde. Menschenrechtsverletzungen dürfen nicht mit der Ausrichtung der Olympischen Spiele belohnt werden. IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch hat auch seinen letzten Kampf gegen die Moral gewonnen."

[13.07.2001]
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