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JU-Chefin Müller: "Hombachs leiser Abgang: Schröders Mann für den Balkan gescheitert Wechsel zum WAZ-Konzern stärkt Medienmogul SPD¨
JU zum Abgang des EU-Balkankoordiantor und zu den Entwicklungen in Mazedonien
¨Der leise Abgang des EU-Balkankoordinator ist symptomatisch für seine Arbeit auf dem Balkan: Niemand weiß so recht, was Hombach in den letzten beiden Jahren getan hat. Der von Hombach zu koordinierende Stabilitätspakt steht kurz vor dem völligen Scheitern. Nach zwei erfolglosen Jahren ist Schröders Mann für den Balkan gescheitert und wirft das Handtuch. Hombachs Balkan-Intermezzo bedeutet außerdem einen schweren außenpolitischen Schaden für Deutschland und unterstreicht den völlig unzureichenden Stellenwert den der Bundeskanzler der Krisenregion zuschreibt. Der Bundesregierung fehlt jegliche konzeptionelle Strategie für die Stabilität der gesamten Region wie es auch die fehlenden Aktivitäten zur Stärkung des Friedensprozesses in Mazedonien zeigen.
Hombach war von Beginn an eine Fehlbesetzung. Schröders Personalvorschlag des außenpolitisch völlig unerfahrenen Hombach für den Posten des EU-Balkankoordinators war ein schwerwiegender Missgriff. Nach Kritik innerhalb der Regierungskoalition an seiner Arbeit in Berlin sowie Vorwürfen der Vetterwirtschaft beim Bau seines Hauses war der Wahlkampfmanager von Kanzler Schröder im Juni 1999 nach nur wenigen Monaten als Kanzleramtsminister zurückgetreten. Auch in Brüssel sorgte Hombach nach seinem Amtsantritt für Negativschlagzeilen. Sein von der Rot-Grünen Regierung durchgesetztes üppiges Jahresgehalt von 446.000 DM stieß auch in der EU-Zentrale auf Widerstand. Jetzt kehrt Hombach als Geschäftsführer beim Medienriesen WAZ nach Deutschland zurück. Hier dürfte der Schröder-Vertraute dem Kanzler überaus nützlich sein. Der WAZ-Konzern besitzt allein 22 Zeitungen, 50 Zeitschriften und gehört mit mehr als 3 Milliarden DM jährlichem Umsatz zu den größten deutschen Medienkonzernen. Mit Hombach an der Spitze dürfte sich das Verhältnis zwischen dem ohnehin SPD-nahestehende Medienkonzern und der SPD noch verbessern. Hombachs Wechsel zum WAZ-Konzern stärkt den Medienmogul SPD weiter. Unter dem Deckmantel der Kleine-Leute-Partei beherrscht die SPD ein milliardenschweres Imperium im Medienbereich. Die SPD muss endlich ihre undurchsichtigen Beteiligungen an Druck- und Verlagsgesellschaften offenlegen.¨ [25.09.2001]
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