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JU-Chefin Müller: Herr Bundeskanzler - was ist mit den Lehrstellen?
Junge Union zur Ausbildung- und Arbeitsplatzlage in Ostdeutschlands
Bundeskanzler Schröder hat zwar schon vor Jahren den Aufschwung Ost zur ¨Chefsache¨ erklärt. Wie die heute vorgelegten Zahlen wieder einmal beweisen, hat er dabei jedoch die Lehrlinge besonders offensichtlich vergessen. Nur so ist der eklatante Mangel an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für junge Leute in den neuen Ländern zu erklären.¨ Nach den aktuellen Zahlen der Bundesanstalt für Arbeit bleibt die Jugendarbeitslosigkeit in Ostdeutschland unverändert hoch: 16 Prozent aller unter 25jährigen suchen dort Arbeit, während es im Westen 8,5 Prozent sind. Noch immer fehlen in Ostdeutschland rund 7.300 Ausbildungsplätze, im Westen sind es über 13.000. ¨Das mit viel Getöse und einem finanziellen Aufwand von bis heute rund drei Milliarden Euro im Januar 1999 aufgelegte ¨JUMP¨-Programm der Bundesregierung ist fast völlig ins Leere gelaufen¨, so Müller weiter. Nur etwa ein Drittel (33,2%) der ¨JUMP¨-geförderten Jugendlichen fänden anschließend einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sei seither nicht ausreichend gesunken. Nötig sind stattdessen endlich substantielle Reformen auf dem Arbeitsmarkt. ¨Gerade bei den Jugendlichen müsste die Bundesregierung ansetzen, denn sie sind die Zukunft des Landes, auch die wirtschaftliche¨, so Müller weiter. Jährlich zögen etwa
15.000 ostdeutsche Jugendliche für einen Ausbildungsplatz in den Westen. ¨Die Abwanderung hat langfristig schlimme wirtschaftliche Auswirkungen. Vor allem in den dünner besiedelten Ländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern müssen viele Kommunen Kindergärten und Schulen schließen ein gravierender Standortnachteil für diese Länder, die ohnehin unter dem Würgegriff rot-roter Wirtschaftspolitik leiden. So lässt sich der Trend der Abwanderung junger Leute natürlich erst recht nicht stoppen.¨ Müller abschließend: ¨Wir müssen der jungen Generation in Ostdeutschland eine Perspektive bieten, weil sonst die gesamte Region keine Perspektive hat.¨
[06.02.2002]
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