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PRESSE
JU-Chefin Müller: Frau Bulmahn stellt Wissenschaftsnachwuchs vor die Wahl: Ausland oder Arbeitsamt
Junge Union fordert Nachbesserungen beim Hochschulrahmengesetz (HRG)

¨Durch die geplante Änderung des HRG treibt die Bundesregierung den wissenschaftlichen Nachwuchs entweder ins Ausland oder in die Arbeitslosigkeit. Eine ganze Generation von jungen Wissenschaftlern wird kaum Chancen auf dem akademischen Arbeitsmarkt haben ­ ein schlimmes Signal für den Wissenschaftsstandort Deutschland.¨

Hintergrund: Der Gesetzentwurf der Regierung für das HRG sieht keine Förderung für junge lehrerfahrene und bereits mit der Habilitation befasste bzw. habilitierte Wissenschaftler vor. Es soll zukünftig keine so genannten "C2-Stellen" (bisherige Oberassistenten) mehr geben. Und wenn die Wissenschaftler insgesamt 12 Jahre (davon sechs Jahre nach der Promotion) in befristeten Arbeitsverträgen an den Hochschulen oder einem Forschungsinstitut angestellt waren, entfällt nunmehr die Möglichkeit, ein eigenes Forschungsprojekt zu beantragen und sich von dort aus auf eine freiwerdende Professur zu bewerben.

¨Die Junge Union sieht in der Einführung der Juniorprofessur eine Chance, um Nachwuchswissenschaftlern früher als bisher selbstständige Forschung und Lehre zu ermöglichen¨, so Müller weiter. Doch dürften diejenigen, die sich dem aufwändigen Habilitationsverfahren stellen, nicht dafür bestraft werden, indem man ihre Chancen auf eine Professur schmälert.

Müller: ¨Mit dem Ziel, die Habilitation als Qualifikationsweg für eine Professur faktisch abzuschaffen, beschädigt die Bundesregierung den Wissenschaftsstandort Deutschland. Es gibt keinen vernünftigen Grund, weshalb die neue Juniorprofessur nicht mit der bewährten Habilitation in Wettbewerb treten kann. Wir fordern die Bildungsministerin auf, sich für die Argumente des wissenschaftlichen Nachwuchses zu öffnen, seine Zukunft zu sichern und so den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken.¨

[15.02.2001]
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