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JU: Ist Deutschland auch im Kino Schlusslicht?
Die Junge Union fordert eine Neuregulierung des deutschen Filmfördersystems
¨Die Tatsache, dass im neunten Jahr in Folge kein deutscher Film am Filmfestival in Cannes teilnimmt, sollte endlich alle Beteiligten wachrütteln. Es genügt einfach nicht, in ewigen rhetorischen Übungen die Situation des deutschen Kinofilms besser reden zu wollen als es letztlich um sie bestellt ist.
Angesichts des enormen finanziellen Engagements der TV-Sender an Filmproduktionen muss überlegt werden, inwieweit die Unterscheidung zwischen Kino- und Fernsehfilm im deutschen Fördersystem noch sinnvoll ist. Nach Jahrzehnten erfolgloser wirtschaftlicher Filmförderung muss beim deutschen Kinofilm darüber hinaus endlich die Systemfrage diskutiert werden. Die JU hat bereits während der diesjährigen Berlinale im Februar im Beschluss ¨Die Zukunft des deutschen Films¨ ein komplett neues Finanzierungssystem gefordert, das die Entscheidung darüber, ob, wann und wie ein Film produziert wird, wieder in die Hand der Produzenten zurück verlagert. Das Beispiel Kanada veranschaulicht die Möglichkeiten der praxisnahen Finanzierung über Steuerrückvergütungsmodelle, die lediglich an formale Kriterien geknüpft sein müssen. Die Bundesregierung hat die Situation der deutschen Kinofilmwirtschaft weiter deutlich verschlechtert. So hat der Medienerlass internationale Koproduktionen nahezu zum Erliegen gebracht. Die Novellierung des Urheberrechts und die Ausweitung des ¨Bestsellerparagraphen¨ verschlechtern zusätzlich die Produktionsbedingungen.¨ [14.05.2002]
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