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PRESSE
JU-Chefin Müller: Herr Schröder, nun ist die Moral der Truppe auf Kampa-Niveau!

¨Dieser Minister hat sich genug geleistet! Rudolf Scharping stand nie für eine durch Kompetenz und Führungsstärke geprägte Linie bei der Führung der deutschen Streitkräfte; in der Reihe seiner Skandale der letzten vier Jahre lässt er keinen Fettnapf aus.

Die Wählerinnen und Wähler haben nicht vergessen, dass ihr ehemaliger Verteidigungsminister die Route der deutschen Truppe durch Mazedonien beim Candellightdinner ausgeplaudert haben soll. Sie haben nicht vergessen, dass deutsche Soldaten vor ihrem ersten Kampfeinsatz und im Rahmen des Solidarpaktes mit den USA, ganze zwei Wochen untätig im Hotel verbringen mussten, weil der Transport nicht geregelt werden konnte. Sie haben nicht vergessen, wie ihr ehemaliger Verteidigungsminister die Titelseiten der einschlägigen Boulevardpresse mit Schwimmbadfotos schmückte.

Die sprichwörtliche ¨Moral der Truppe¨ darf sich nicht länger auf Kampa-Niveau befinden.

Neben der eigentlichen Affäre wird es jeden Steuerzahler und Wähler noch mehr interessieren, dass der nun vorgeschlagene Nachfolger Peter Struck, der ¨66-Tage-Minister¨, die vollen Bezüge erhält. Struck hat als Fraktionsvorsitzender der SPD, gemeinsam mit den Parteifreunden Schröder und Eichel, das finanzielle Ausbluten der Bundeswehr zu verantworten. Da er gänzlich fachfremd ist, wird er sich in so kurzer Zeit auch nicht mehr kompetent einbringen können.

Hier appelliere ich an den Bundeskanzler, der nun bereits seinen achten Minister entlassen hat, in dem ich sage: Herr Schröder, beziehen Sie endlich einmal Position für das, was Sie den Menschen in Deutschland zumuten. Belasten Sie die Steuerzahler in den letzten 66 Tagen Ihrer Amtszeit nicht unnötig mit einem weiteren Minister und führen Sie die Truppe in Eigenverantwortung selbst!¨

[18.07.2002]
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