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Jusos springen auf falschen Zug auf
Zu der von den Jusos unterstützten Erweiterung des gescheiterten JUMP-Programms um ein so genanntes ¨JUMP-Plus-Programm¨ erklärt die Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Hildegard Müller:
¨Jetzt haben sich die Jusos zu reinen Wahlkampfhelfern eines Kanzler-Wahlvereins ¨SPD¨ degradieren lassen. Wie anders soll man es verstehen, wenn der sonst angeblich so kritische Juso-Vorsitzende Niels Annen in einer Presseerklärung das gescheiterte Engagement der Bundesregierung in Sachen Jugendarbeitslosigkeit als eine ¨Kernkompetenz der rot-grünen Bundesregierung¨ ausweist? Die Zahlen sprechen eine eindeutige, nicht zufrieden stellende Sprache! Aktuell sind etwa 541.000 Jugendliche im Alter zwischen 18 und 25 Jahren weder in einer Ausbildung noch erwerbstätig; 46.000 mehr als 1998. Darüber hinaus sind etwa 84.000 Jugendliche im JUMP-Programm geparkt ohne Perspektive auf einen Job. Wo, bitteschön, kann man hier ohne rot zu werden von einem Erfolg sprechen?¨ Hildegard Müller weist die gegen die Union erhobenen Vorwürfe von sich: ¨Es stimmt, dass die Jugendarbeitslosigkeit nicht explizit im Wahlprogramm der Union aufgeführt wurde. Doch die Situation um unser Land und unsere marode Wirtschaft bedürfen weit aufwendigerer Reformen, als dass das von der SPD vorgeschlagene JUMP-Plus-Programm, das sich ideenlos am Hartz-Papier orientiert, überhaupt zu bewältigen in der Lage ist. Da sind rund 80.000 junge Menschen in einem Sofortprogramm eine schlechte Kaschierung einer noch schlechteren Regierungspolitik. Wir fordern in einer Unionsgeführten Regierung dazu auf, dem Problem der Jugendarbeitslosigkeit mit der unabdingbaren Stärkung und umfangreichen Entlastung des Mittelstandes, wo etwa 70 Prozent aller Beschäftigungs- und etwa 80 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse entstehen, entgegenzuwirken. Diese Forderungen sind im Sofortprogramm enthalten. Weit über eine halbe Million junger Menschen befinden sich derzeit in einer bedrückenden Situation voller Unmut und Selbstzweifel. Wir lassen nicht zu, dass ihr Schicksal als Wahlkampfmunition eingesetzt und sie letztlich für den rot-grünen Stimmenfang instrumentalisiert und verheizt werden¨, so Müller abschließend. [13.09.2002]
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