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PRESSE
Nato wächst ­ Strucks Armee schrumpft

¨Mit Blick auf eine gesicherte Zukunft des Weltfriedens kann man die Erweiterung der Verteidigungsallianz um die sieben neu aufgenommenen Mitglieder nur begrüßen.¨

Allerdings mache ¨die Forderung nach einer Modernisierung der militärischen Fähigkeiten und dem Errichten einer Nato-Eingreiftruppe deutlich, dass Deutschland seinen bisherigen Beitrag zu diesem Bündnis überdenken und zum Wohle der eigenen Verteidigung drastisch ausweiten¨ müsse.

¨Deutschland ist keine Insel der Glückseligen und daher kann man mit einem Verteidigungshaushalt, der ­ gemessen am Bruttoinlandsprodukt ­ weit hinter dem finanziellen Aufkommen der neuen Mitglieder Bulgarien, Rumänien, Litauen und der Slowakei liegt, keine vertretbare Verteidigungspolitik betreiben¨, erklärt Stolz und verweist hierin darauf, dass ¨Wehrminister Struck ein Bild der Lächerlichkeit provoziert, wenn er meint, dass Deutschland ohne weitere Ausgaben seine militärische Kraft ausbauen und sogar weiter stärken¨ könne.

Der verteidigungspolitische Sprecher Rottmann ergänzt, dass ¨die umfangreichste Erweiterung in der Geschichte der Nato auch als ein Signal an die Bundesregierung für eine Erweiterung ihrer Pflicht gegenüber der Allianz zu werten¨ sei.

¨Höhere Investitionen in die Verteidigung¨ seien gerade vor dem Hintergrund neuer Spekulationen um Terroranschläge in Deutschland ¨in unserem Interesse und nicht, wie es etwa die rot-grüne Bundesregierung darstellt, allein im Interesse der USA¨.

[22.11.2002]
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