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Junge Union: Deutschland wankt - Schlusslicht beim Wachstum, Spitze beim Drogenkonsum
Zu den Ergebnissen des heute veröffentlichten "Internationalen Jugendgesundheits-berichtes" des Regionalbüros Europa der Weltgesundheitsorganisation erklärt Sascha Drescher, drogenpolitischer Sprecher des Bundesvorstandes der Jungen Union:
Der psychosoziale Gesundheitszustand der Jugend in Deutschland ist das Spiegelbild der wirtschaftlichen Entwicklung. Bei Wachstum und Beschäftigung belegt Deutschland die hintersten Plätze, an der Spitze steht unser Land dagegen bei Nikotinkonsum, Alkohol- und Drogenmissbrauch Jugendlicher. In beidem zeigen sich Prioritäten und Mentalitäten der rot-grünen Eliten.
Die alarmierenden Zahlen bezeugen die völlig falsche Einstellung zu Drogen unter jungen Menschen in Deutschland. Unablässige Forderungen nach Cannabislegalisierung aus Kreisen junger Anhänger von SPD und Grünen tragen sicher zu dieser verheerenden Haltung bei. Nur wenige machen sich Gedanken über körperliche oder psychische Folgen von Drogenkonsum. Ganze Karrieren werden damit aufs Spiel gesetzt und die Konsumenten berauben sich ihrer eigenen Entwicklungschancen - vielleicht, weil sie keine mehr erkennen können. Auch Eltern müssen sich fragen, welche Mitschuld sie tragen, wenn ihr Nachwuchs ebenso gedankenlos zu Alkohol oder Zigaretten greift, wie sie selbst. Die Junge Union befasst sich seit vielen Jahren offensiv mit dem Thema Drogenkonsum und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Deshalb fordert die JU unter anderem den Abbau aller frei zugänglichen Zigarettenautomaten, eine konsequente Verwirklichung des grundsätzlichen Rauchverbots in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie eine bessere Kontrolle der Abgabe von Alkohol und Zigaretten im Einzelhandel. Präventionsarbeit muss viel stärker als bisher an Schulen geleistet werden. Dazu gehören gut ausgebildete Beratungslehrer, die sich als Vorbilder eignen. Die Erhöhung von Abgaben auf Zigaretten wäre ein richtiger Schritt, würden die Mehreinnahmen in die Aufklärung und Drogenbekämpfung fließen. Das in der Studie angesprochene aggressive Verhalten von Schülern in Deutschland weckt besondere Besorgnis. Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit in Ausbildung und Arbeitsmarkt vergiften das gesellschaftliche Klima. Auch darum muss Deutschland wieder Europameister in der Wirtschaft werden - und nicht beim Drogenkonsum." [04.06.2004]
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