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JU-Chef Mißfelder: Es droht kein ¨Krieg der Generationen¨
¨Seit einigen Tagen erleben wir die emotionalste aller Diskussionen über unser Gesundheitswesen. Meine Forderung nach einer schonungslosen Debatte hat dazu geführt, dass das Thema ¨Generationengerechtigkeit¨ in den Mittelpunkt gerückt ist. Wer darin einen ¨Krieg der Generationen¨ sieht, irrt jedoch gewaltig.
Denn wir alle ob 25 oder 85 Jahre alt steuern gemeinsam auf den Abgrund unseres ächzenden Gesundheitssystems zu. Im Mittelpunkt steht vielmehr der Aspekt, dass unsere Generation in einigen, nahen Jahrzehnten nur noch Reste von Kassenleistungen erwarten können. Wir müssen eine private Zusatzversicherung abschließen. Wer heute etwa 85 Jahre alt ist, braucht jedoch nichts zu befürchten: Wie ich im ¨Tagesspiegel¨ bereits dargestellt habe, bleibt den heute Unter-50-Jährigen genügend Zeit zum Aufbau einer privaten Vorsorge, um den drohenden Abstrichen schon jetzt effektiv entgegenzuwirken. Danach gilt: Jeder, unabhängig von Alter, Geschlecht und Generation, wird Abstriche hinnehmen müssen doch unsere Generation noch weitaus massivere als jede andere vor uns. Dass mir selbst Kritiker zubilligen, ¨im Grunde Recht¨ zu haben, zeigt, dass niemand verhehlen kann und sollte, wie schlecht es um die Zukunft unseres Gesundheitssystems steht. Wir brauchen dringend die grundlegende Gesundheitsreform, da die aktuelle Debatte um Bürgerversicherung und die unsozialen Kopfpauschalen vom Problem zu hoher Kosten ablenkt. Das Ziel heißt: Gebt den Bürgern den bereits heute nicht mehr vorhandenen Zugang zur Spitzenmedizin durch mehr private Vorsorge frei.¨ [07.08.2003]
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