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Rot-Grüne Bildungspolitiker haben in 30 Jahren nichts dazugelernt
![]() Philipp Mißfelder
Zu den Plänen rot-grüner Bildungspolitiker, das Sitzenbleiben an allgemein bildenden Schulen abzuschaffen, erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder (24):
„In einer konzertierten Aktion haben Bildungspolitiker aus Hessen und Nordrhein-Westfalen gefordert, dass in Zukunft kein Schüler mehr eine Klasse wiederholen muss. Argumentativ flankiert wird diese Forderung mit den angeblich zu hohen Kosten, welche durch die steigende Zahl an Sitzenbleibern auf die öffentlichen Kassen zukommen würden. Die wahre Intention dieser Initiative erschließt sich dabei aber auf den zweiten Blick: So bezeichnete es der Sprecher der grünen Frankfurter Schuldezernentin Jutta Ebeling als „Wahnsinn“, dass durch anspruchsvolle und verbindliche Standards, die seit der Regierungsübernahme der CDU auch im hessischen Schulwesen gelten, die Zahl der Sitzenbleiber leicht gestiegen ist. Zudem würden sich Schüler in ihrem Wiederholungsjahr häufig langweilen und müssten zudem vor dem Etikett „Versager“ geschützt werden, welches ihnen mit dem Sitzenbleiben angehängt wird.
Mit dieser Position knüpfen rot-grüne Bildungspolitiker nahtlos an die provinzielle Gleichheitsideologie der Schulpolitik der siebziger Jahre an. So wechselt wahlweise die Beurteilung, die deutsche Bildungsmisere dem gegliederten Schulwesen anzulasten mit dem Ansinnen, Leistungsfeststellungen am Ende eines Schuljahres, mit deren Hilfe eine Prognose erfolgen kann, ob ein Schüler im nächsten Schuljahr mithalten wird, aufzuweichen. Anstatt zeitgemäße Konzepte wie Schulsemester zu prüfen, einen neuen Bildungshunger in Deutschland zu entfachen und ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem der Begriff Leistung wieder positiv besetzt ist und in dem allen Beteiligten klar ist, dass Bildung nur durch Mühe und Anstrengung erreicht werden kann, versucht die politische Linke erneut, eine leistungsfeindliche und nivellierende Atmosphäre im deutschen Bildungssystem zu verbreiten. Diese Politik zu bewerten, fällt nicht schwer: Versetzungsgefährdet.“ [21.07.2004]
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