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Junge Union: Eltern müssen ihrem Erziehungsauftrag gerecht werden!
"Die Junge Union fordert bereits seit Jahren mehr Verantwortungsbewusstsein von Eltern bei der Erziehung der Kinder. Im Beschluss "Plädoyer für eine kinderfreundliche Gesellschaft" vom Juni 2001 hat unser Verband eine stärkere Kontrolle seitens der Gesellschaft und mehr Kooperation angeregt, um bei Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen schneller reagieren zu können. Eine verstärkte Zusammenarbeit von städtischen Ämtern mit freien Trägern der Jugendarbeit und Schulen ist hierbei unbedingt erforderlich. Durch Familiengutscheine könnte insbesondere Problemfamilien die Möglichkeit gegeben werden, über Teilnahme an Weiterbildungs- oder Beratungsangeboten z.B. bei Erziehung oder auch Gesundheitsvorsorge ihre familiären Binnenkräfte zu stärken und so auch sozialen und kulturellen Defiziten der Kinder vorzubeugen.
Viele spätere gesellschaftliche und soziale Probleme bis hin zur Kriminalität haben ihre Ursprünge bereits in der Kindererziehung. Wenn Eltern Versäumnisse in der Erziehung verursachen, kann die Gesellschaft diese lediglich abfedern - etwa durch eine stärkere Wertevermittlung in den Schulen. Dies erfordert jedoch eine verbesserte Ausbildung von Erziehern sowie bessere Rahmenbedingungen für Lehrer. Schule ist nicht auf reine Wissensvermittlung zu beschränken, sondern muss sich insbesondere an sozialen Brennpunkten um Angebote zur Persönlichkeitsentfaltung öffnen. Jugendliche und Kinder von staatlicher Seite in Obhut zu nehmen, muss die letzte Eingriffsmöglichkeit bleiben, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere bei körperlicher Vernachlässigung von Kindern müssen Eltern - wenn nötig - zur Rechenschaft gezogen werden. Schon bevor es soweit kommt, könnten in schwerwiegenden Fällen eine verpflichtende Zusammenarbeit mit dem Jugendamt oder eine treuhänderische Verwaltung des Geldes, das für Kinder gedacht ist, richtige Ansätze sein." [07.01.2004]
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