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Junge Union zur Bundeswehrdebatte: Dr. Strucks Diagnose ist falsch!
"Truppenarzt Dr. Struck liegt mit seiner Diagnose falsch, wenn er die Belastungen der Bevölkerung durch die Praxisgebühr und notwendige Ersatzinvestitionen für die Bundeswehr-Planung in einen Zusammenhang stellt. Es geht keineswegs darum, angesichts leerer Sozial- und Bundeskassen sinnlos Geld für teures Militär-Spielzeug zu verpulvern, denn die Bundeswehr lebt seit Jahren schon von der Substanz. Sie geht quasi schon auf dem Zahnfleisch.
Zwar mag Dr. Struck mit einigen strukturellen Wurzelbehandlungen bei seiner Therapie nicht ganz falsch liegen. Wenn er aber nicht bald die dringendsten (Finanz-)Löcher in der Truppe stopft, dann wird jegliche Fähigkeit zum kraftvollen Zubeißen verloren gehen. Da wird es auch nichts nützen, wenn Strucks Kollegin Renate Schmidt die Aushöhlung des zivilen Ersatzdienstes und somit der Wehrpflicht betreibt. Auch hier wird nur an Symptomen kuriert und nicht nach der sinnvollen Modernisierung des Grund-wehrdienstes gefragt. Die Junge Union setzt sich in ihren Landesverbänden schon seit langem intensiv und konstruktiv mit der Zukunft der Wehrpflicht und des Zivildienstes auseinander: So möchte beispielsweise der Landesverband Schleswig-Holstein bei der Rekrutenausbildung einen Schwerpunkt auf Katastrophenbewältigung und Objektschutz legen. Eine solche Entscheidung, die innere und äußere Sicherheit -wie in anderen Ländern auch - erfolgreich miteinander vernetzt, würde den Sinn des Pflichtdienstes besser erkennbar machen und wäre ein Beitrag zu mehr Sicherheit. Die von einigen Mitgliedern der Bundesregierung verfolgte Salamitaktik zur Aushöhlung der Allgemeinen Wehrpflicht und zur Abschaffung ihres Ersatzdienstes ist hingegen unehrlich und wird sowohl Streitkräfte und Katastrophenschutz als auch karitative Organisationen langfristig schädigen." [12.01.2004]
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