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PRESSE
Junge Union fordert Hochschulreform: Rot-Grün soll handeln statt abzulenken!

"Die Junge Union Deutschlands tritt für eine umfassende Reform der Hochschulpolitik als Teil der Erneuerung unseres Landes ein. Kein Reden über Eliteuniversitäten, sondern konkretes Handeln ist gefragt. Das deutsche Hochschulsystem muss mit mehr Autonomie und Wettbewerb zu größerer Leistungsfähigkeit weiterentwickelt werden. Im Rahmen einer ´Selbstverpflichtung Demographie´ sollen Staat und Gesellschaft auch weiter und verstärkt in die Ausbildung junger Menschen investieren.

Sowohl die Finanzierung der Hochschulen als auch die Ausbildung der Hochschullehrer müssen verändert werden: Zukünftig sollen Studiengebühren und die verstärkte Einwerbung von Drittmitteln eine staatlichen Grundfinanzierung, die auf Subjektförderung mit qualitativer Komponente umgestellt wird, ergänzen. Wir verlangen als Gegenleistung für diese Studiengebühren aber nicht nur kleinere Lerngruppen, sondern auch bessere fachdidaktische Kenntnisse der Professoren und mehr Veranstaltungen externer Praktiker.

Im Rahmen der Hochschulautonomie, für die wir eintreten, müssen die Universitäten verschiedene Rechte wie Dienstherreneigenschaft, Arbeitgeberfunktion oder freie Wahl der Rechtsform erhalten. Wir fordern eine Stärkung des Wettbewerbs durch Abschaffung der ZVS, der Hochschulrahmengesetzgebung des Bundes sowie der Gemeinschaftsaufgabe des Hochschulbaus. Die Universitäten sollen ihre Hochschüler selbst auswählen dürfen. Der europäische und weltweite Austausch zwischen den Hochschulen wird und muss weiter zunehmen. Deshalb fordern wir die durchgängige Einführung des European Credit Point Systems.

Nur durch rasches und entschiedenes Handeln können die deutschen Hochschulen zukunftsfest gemacht werden. Die Bundesregierung steht in der Verantwortung, die Hochschulen voranzubringen und nicht auf den potemkinschen Elitecampus zu setzen."

[29.02.2004]
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