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Hochschulzugang reformieren, ZVS abschaffen, Ideologien verdrängen!
Zur Änderung des Hochschulrahmengesetzes durch den Deutschen Bundestag erklärt Tom Zeller, bildungspolitischer Sprecher des Bundesvorstandes der Jungen Union:
„Die Neuregelung der Studienplatzvergabe in den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen geht in die richtige Richtung. Das vom Deutschen Bundestag verabschiedete Verfahren, nachdem in Zukunft 60 Prozent dieser Studienplätze von den Hochschulen selbst vergeben werden, ist dennoch nur ein erster Schritt hin zu einem flexiblen und zukunftsfähigen Hochschulwesen. Nach wie vor werden den deutschen Hochschulen und Universitäten 40 Prozent ihrer Studenten durch die ZVS zwangszugeteilt, wobei durch das Verfahren, 20 Prozent weiterhin entsprechend ihrer Abiturnote und die restlichen 20 Prozent nach Wartezeit zuzuweisen, auch zukünftig hohe Abbrecherquoten garantiert sind.
Die Junge Union tritt deshalb dafür ein, dass sich die Hochschulen zukünftig ihre Studenten vollständig selbst aussuchen können. Eine Zwangszuteilung passt nicht zu einem leistungsfähigen und wettbewerbsorientierten Hochschulsystem, weswegen die ZVS ebenso wie die Hochschulrahmengesetzgebung des Bundes sowie die Gemeinschaftsaufgabe des Hochschulbaus vollständig abzuschaffen ist. Hochschulen müssen in die Lage versetzt werden, sich die am besten geeigneten Bewerber für ihre Studiengänge auszusuchen, wie umgekehrt ebenso die Studenten die für sie am besten zu ihren Begabungen und Wünschen passenden Studienangebote. Dass sich die rot-grüne Bundesregierung zunächst gegen diesen aus dem Bundesrat stammenden Gesetzentwurf gewandt hat, ihm aber im Deutschen Bundestag schließlich dennoch zustimmte, zeigt, dass sie auch auf diesem wichtigen Politikfeld nicht mehr Herr der Lage ist und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit Deutschlands nichts mehr beizutragen hat. Sämtliche Entgegnungen, die seitens Bundesregierung gegen eine Reform des Hochschulzugangs vorgebracht wurden, sind von einem Gutachten des Wissenschaftsrates eindeutig widerlegt worden. Hieran zeigt sich, dass es Rot-Grün auch im Bildungsbereich nur noch um Ideologie statt um das notwendige Aufbrechen verkrusteter und unzeitgemäßer Regelungen geht, die Deutschland fesseln und seine Entwicklung hemmen.“ [02.07.2004]
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