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Junge Union: Schule ist mehr als eine Lehranstalt
Wissen, Können, Herz und Charakter— Schule ist mehr als eine Lehranstalt

Der Bundesvorstand der Jungen Union Deutschlands hat in seiner konstituierenden Sitzung zwei bildungspolitische Beschlüsse getroffen. Hierzu erklärt der Vorsitzende der Kommission Bildung, Tom Zeller:

"In Zeiten knapper Kassen und der immer weiter zurückgehenden Zahl junger Menschen ist es umso wichtiger, dass der größte politische Jugendverband Deutschlands die Interessen der jungen Generation zur Sprache bringt. Dazu gehört angesichts des brüchigen Generationenvertrages das Recht auf eine gute Bildung und Ausbildung. Wir fordern deshalb eine ‚Selbstverpflichtung Demographie', die die Bildungsausgaben bis ins Jahr 2015 festschreibt.

Des Weiteren sehen wir in der Stärkung der Alumnikultur, dem Bildungssparen, einer weitergehenden Öffnung für die Wirtschaft und der strengen Verteilung finanzieller Mittel nach Effizienzgesichtspunkten mögliche Schritte zur Verbesserung der Finanzierung von Bildungseinrichtungen. In Zukunft dürfen keine integrativen Gesamtschulmodelle gefördert werden, deren Untauglichkeit durch zahlreiche Studien belegt ist und so knappe Mittel verpulvert werden. Wenn es noch eines weiteren Beweises dieses rot-grünen Irrweges bedurfte, so wurde er durch die PISA II-Studie geliefert, die den deutschen Schülern erneut mangelnde Grundfertigkeiten einfachster Lese- und Rechenaufgaben bescheinigte.

Weitere Akzente setzt die Junge Union durch das Konzept „Lebensraum Schule". Schulen sind mehr als nur Lehranstalten. Schule ist für Wissen, Können, Herz und Charakter da. Die Zeiten, in denen altlinke Lehrer das Zerstören von Werten und Institutionen staatlich alimentiert unterwiesen, müssen endgültig vorbei sein. Neben der unerlässlichen Wissensvermittlung hat Schule gerade angesichts der Lebenswirklichkeit vieler Jugendlicher und einer nicht wegzudiskutierenden Überforderung mancher Eltern die genuine Pflicht, Werte wie Familiensinn, Leistungsprinzip, Etikette und Anstand, Verlässlichkeit und Geborgenheit zu vermitteln. Ein Baustein hierfür kann die stärkere Einbeziehung der Kirchen an der Schule sein, die durch Gelegenheiten zum Gespräch mit Geistlichen oder als Nachmittagsgestaltung bei einem auf Freiwilligkeit basierenden Ganztagsangebot denkbar ist."

Die Beschlüsse sind abrufbar unter: /content/politik/beschluesse/

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[30.11.2004]
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