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PRESSE
Kurswechsel der Filmpolitik ist überfällig!
Jean-Yves Wessely, Philipp Mißfelder und Renaud Donnedieu de Vabres auf dem 4. Filmpolitischen Empfang der JU in Berlin

Anlässlich des heutigen 4. Filmpolitischen Empfangs der Jungen Union Deutschlands, dessen Hauptredner der französische Minister für Kultur und Kommunikation, Renaud Donnedieu de Vabres, ist, erklärt der medienpolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Daniel Walther:
 
„Im vergangenen Jahr erreichte der deutsche Film einen Marktanteil von guten 23,8 Prozent – zwei Filme sind für den Oscar nominiert: Dies kann nicht darüber hinweg täuschen, dass deutsche Filme international nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Ebenso finden große Filmproduktionen fast nicht in Deutschland statt. Deutsche Produzenten zieht es inzwischen nach Kanada, Tschechien und selbst nach China. Überall dort sind die Rahmenbedingungen für Filmproduktionen besser als hierzulande.
 
Die Debatte der vergangenen Wochen über die Einführung neuer Finanzierungsmodelle war ein Trauerspiel, aber symptomatisch. Zunächst kündigt Kulturstaatsministerin Christina Weiss die Einführung des englischen Sale-and-lease-back-Modells an, das zwar in England derzeit vom wesentlich effektiveren Kanadischen Modell des Lohnkostenzuschusses abgelöst wird, aber immerhin eine Verbesserung wäre. Wenige Tage später wird sie von einem Sprecher des Bundesfinanzministeriums zurück gepfiffen.
 
Weiterhin scheitert Staatsministerin Weiss beständig an der Korrektur und Zurücknahme rot-grüner Politik, die die Filmwirtschaft massiv gefährdet. Dies gilt insbesondere für den Medienerlass, das Urheberrecht und die ab diesem Jahr geltende Beschränkung des Verlustvortrages. Christina Weiss hat leere Versprechen und die schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den deutschen Film zu verantworten.
 
Damit Deutschland einen größeren Beitrag für den Europäischen Film leisten kann, muss endlich gehandelt werden. Dazu gehört besonders die Einführung des Kanadischen Modells, das zum internationalen Standard zählt.“

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[15.02.2005]
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