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PRESSE
Deutschlandrat der Jungen Union: Nein zur Einheitsschule!
Jürgen Rüttgers kämpft mit der JU für eine bessere Bildung

Zum bildungspolitischen Beschluss des Deutschlandrates der Jungen Union in Paderborn, an dessen Sitzungen u. a.  der nordrhein-westfälische CDU-Chef Dr. Jürgen Rüttgers sowie der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann teilnahmen, erklären der Bundesvorsitzende und der bildungspolitische Sprecher der Jungen Union, Philipp Mißfelder und Tom Zeller:
 
„Die Junge Union Deutschlands hat sich mit ihrem Beschluss deutlich gegen die rot-grüne Politik der Einheitsschule gestellt. Die höheren Qualifikationsanforderungen der Wirtschaft und die demographische Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung stellen heute höhere Ansprüche an das Bildungssystem als je zuvor. Dem kann eine Einheitsschule mit gleichem, niedrigem Niveau nicht gerecht werden. Notwendig ist eine Schule, die alle fordert und differenziert fördert, auf Grundlage des dreigliedrigen Schulsystems.
 
Die Junge Union spricht sich deshalb in dem bildungspolitischen Papier ‚Differenzierte Bildung in einer vielfältigen Gesellschaft – gegen eine Schulpolitik der Gleichmacherei' für die Weiterentwicklung der bewährten Schultypen aus. Dafür sollen Schulsemester, anstelle von Schuljahren eingeführt werden, damit die Wiederholung von Lerninhalten zielgerichteter eingesetzt werden kann. Um bei der Einschulung das Alter von fünf Jahren zu erreichen, muss der Übergang von Vorschule und Kindergarten zur Grundschule verbessert und pädagogisch ausgerichtet werden. Frühkindliche Erziehung und Bildung müssen in diesem Zusammenhang generell gestärkt werden. Vor Eintritt in die Grundschule wird ein obligatorischer Test der Deutschkenntnisse eingeführt, der gegebenenfalls in einen Förderunterricht zur Vorbereitung der Einschulung  mündet.
 
Die Angebote zur Ganztagsbetreuung müssen ausgebaut, freiwillige Ganztagschulen sollen verstärkt eingerichtet werden, auch als Bezugspunkte für Jugendliche in sozialen Brennpunkten. Gleichzeitig muss überall die Eigenständigkeit der Schulen vor Ort gestärkt und Bürokratie abgebaut werden, damit ein motiviertes Team sich ganz der Bildung und Ausbildung der Schüler widmen kann, wie es dem Schultyp und den Schülern entspricht.
 
Statt ideologisch motivierter, zentralistisch verfügter Großreformen, wie sie in vielen Bundesländern schon seit langem gescheitert sind, werden diese pragmatischen Schritte die Schulen weiterentwickeln, vor allem aber die Schüler voranbringen und ihre Fähigkeiten entwickeln."

Der Beschluss ist unter

/content/politik/beschluesse/2005/108/

abrufbar.

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[14.03.2005]
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