Zur bevorstehenden Abschaltung des Atomkraftwerkes Obrigheim (Baden-Württemberg) erklärt der energiepolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Michael Radomski:
„Die Anfang Mai anstehende Abschaltung des Atomkraftwerkes Obrigheim verdeutlicht die energiepolitischen Irrwege der rot-grünen Bundesregierung. Ein Kraftwerk, das sowohl sicherheitstechnisch als auch wirtschaftlich problemlos betrieben werden kann, wird hier im Rahmen des so genannten Energiekonsens ohne Rücksicht auf den Verlust von Investitionen, Wirtschaftlichkeit und Know-How vom Netz genommen.
Begleitet wird dies von grünem Triumphgeschrei, bei dem energiewirtschaftliches Grundwissen der Einfachheit halber ignoriert wird. Die Bundestagsfraktion der Grünen feiert in diesem Zusammenhang die Verlagerung der Stromproduktion vom Atomkraftwerk hin zur regenerativen Energieerzeugung, obwohl dies quantitativ als auch qualitativ in keiner Weise realistisch ist. Ideologie und Wunschdenken bestimmen die Bundespolitik, deren Unhaltbarkeit vor dem Hintergrund der völlig anderen Politik unserer europäischen Nachbarn deutlich wird. Während Rot-Grün die Einsetzbarkeit regenerativer Energien, die naturgemäß zeitlich und mengenmäßig von externen Faktoren abhängig sind, überschätzt, werden in den nächsten Jahren weltweit über 100 Atomkraftwerke errichtet. Deutschland kann sich an der Entwicklung in diesem wichtigen Wirtschaftsbereich nicht beteiligen und verliert statt dessen sein technisches Know-How und seine Unabhängigkeit, wenn die eigene Versorgung nicht mehr gewährleistet werden kann. Statt in einem neuen großen Exportmarkt Gewinne zu erwirtschaften und Arbeitsplätze zu sichern, droht eine kostspielige Importabhängigkeit beim Strom.
Die Freudenfeuer einer Abschaltparty mit der ein weiterer Schritt bei der wirtschaftlich-industriellen Demontage Deutschlands bejubelt werden wird, zeigen die Gesinnung der Architekten des Energiekonsens und symbolisieren die Richtung, in die Rot-Grün das Land treibt.
Die Junge Union Deutschlands fordert dagegen eine Energiepolitik, die allen Energiearten im Kontext von Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit ihren sinnvollen Platz sichert. Dazu gehört es auch, die Nutzung der Atomenergie offen zu halten, bis ein wirklich adäquater Ersatz gefunden ist.“
