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Bundesregierung verstaatlicht Filmwirtschaft!
![]() Kaum noch deutsche Filme
Zu der von der Bundesregierung geplanten Beseitigung deutscher Medienfonds erklärt der medienpolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Daniel Walther:
„Die Pläne von Bundesfinanzminister Eichel (SPD) zur Abschaffung deutscher Medienfonds fügen dem Filmproduktionsstandort Deutschland einen schweren Schaden zu. Zwar ist es in der Tat verbesserungswürdig, dass in den vergangenen Jahren ein erheblicher Anteil aus deutschen Medienfonds nach Nordamerika geflossen ist. Die eigentliche Ursache dafür liegt jedoch in den schlechten Standortbedingungen des Deutschen Films. Gleichzeitig haben Medienfonds deutsche Erfolgsfilme wie „Wixxer" oder „Das Wunder von Lengede" co-finanziert und damit erst möglich gemacht.
Die Hetzjagd „Wir stopfen Steuerschlupflöcher" überdeckt Möglichkeiten, wie privates Anlegerkapital stärker in deutsche Produktionen fließen könnte. Längst hätten die Fehler des Medienerlasses beseitigt werden können, längst hätten steuerliche Verluste von Medienfonds an die Investitionsquote in deutsche Produktionen (German Spend) geknüpft werden können. Würde ein Fonds also 50 Prozent seines Volumens in Deutschland ausgeben, blieben 50 Prozent steuerlich abzugsfähig, gibt er 100 Prozent aus, dann sind 100 Prozent steuerlicher Verlust.
Die Junge Union Deutschlands und große Teile der Filmwirtschaft fordern von der Bundesregierung seit Jahren die Einführung des „Kanadischen Modells", wonach Filmproduktionen einen nur an formelle Kriterien geknüpften unbürokratischen Zuschuss erhalten, der sich aus den Steuereinnahmen der jeweiligen Produktion speist.
Die Junge Union Deutschlands fordert die Bundesregierung auf, keinen verhängnisvollen Sonderweg zu gehen, der auf Populismus basiert, tausende Arbeitsplätze aus Deutschland treibt, traditionelle Filmstudios wie Babelsberg vernichtet, die deutsche Filmwirtschaft entscheidend schwächt und damit einen Teil der kulturellen Identität Europas verspielt. Stattdessen müssen sich Bundesregierung, Länder und Filmwirtschaft auf Investitionsmodelle verständigen, die Missbrauch verhindern und dem deutschen Film nützen. Die Junge Union Deutschlands fordert die unionsgeführten Bundesländer dazu auf, im Bundesrat eine Abschaffung der bisherigen Medienfonds zwingend an die gleichzeitige gesetzliche Einführung zukunftsfähiger Investitionsmodelle von internationalem Standard zu knüpfen." [02.05.2005]
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