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Langzeitarbeitslosigkeit ist deutsches Schicksal geworden
![]() Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder (24)
Zur Veröffentlichung von Strukturdaten aus der europäischen Arbeitskräfteerhebung 2003 durch das Statistische Bundesamt erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder (24):
Mit einem Anteil der Langzeitarbeitslosen, die bereits zwölf Monate und länger Arbeit suchen, von 50 Prozent, der deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt, befindet sich unser Land inzwischen auf dem Niveau von mittel- und osteuropäischen Staaten.
Der Vergleich mit unseren westeuropäischen Partnern zeigt die Dramatik: In erfolgreichen Ländern wie Schweden, Finnland oder dem Vereinigten Königreich beträgt die Quote der Langzeitarbeitslosigkeit 16,1 Prozent bzw. 21,3 und 22,8 Prozent. Vor allem aber ist der aktuelle Abwärtstrend erschreckend: Während im Durchschnitt der damals 15 EU-Mitgliedstaaten die Quote der Langzeitarbeitslosigkeit zwischen 2002 und 2003 von 40,2 Prozent auf 38,8 Prozent gesunken ist, stieg sie in Deutschland von 47,9 Prozent auf 50,0 Prozent an. Die Perspektivlosigkeit wird damit zum Dauerzustand für Arbeitslose in Deutschland. Wie soll unsere Generation angesichts solcher Zahlen optimistisch in das Berufsleben starten? Ein solches millionenfaches Schicksal spiegelt sich auch in der Entwicklung des Arbeitsmarktes insgesamt. Der Anteil Erwerbstätiger an der Altersgruppe zwischen 15 und 64 Jahren ist im Durchschnitt der EU-15 von 1999 bis 2003 trotz Krise der Weltwirtschaft gestiegen, während er im selben Zeitraum in Deutschland leicht gesunken ist. Mit diesem Negativtrend bei der Beschäftigung entkoppelt sich Deutschland von der normalen europäischen Entwicklung und wird – wie auch die unterdurchschnittliche Beschäftigungsquote Älterer bei gleichzeitig hoher Langzeitarbeitslosigkeit zeigt - zur Bewältigung des demographischen Wandels und der Zukunft unfähig. [14.07.2004]
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