Du benötigst den Flash-Player, um das Video zu betrachen.
Du benötigst den Flash-Player, um das Video zu betrachen.
Du bist hier:  Startseite » Presse » Pressemitteilungen » JU: PISA belegt, Bildung gibt es nur mit...
PRESSE
JU: PISA belegt, Bildung gibt es nur mit Leistung

Zur Vorstellung der detaillierten Länderauswertung der zweiten PISA-Studie aus dem Jahr 2003 erklärt der bildungspolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Tom Zeller:
 
„Auch der zweite PISA-Ländervergleich zeigt, dass schulische Bildung dann erfolgreich ist, wenn sie mit deutlichen Leistungsanforderungen verbunden wird. Die guten, im inter-nationalen Vergleich wettbewerbsfähigen Ergebnisse der 15-Jährigen in Bayern, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg, wo seit langem die Schüler gefördert und gefordert werden, belegen, dass nur deutliche Anforderungen nachhaltigen Bildungserfolg bringen. Im Kontrast dazu stehen die schlechten Ergebnisse etwa in Bremen oder im bis Juni rot-grün regierten Nordrhein-Westfalen, wo der pädagogische Erfolg in der Nivellierung von Anforderungen und der Beseitigung differenzierter Schullaufbahnen gesucht wurde.
 
Der zweite Ländervergleich im Kontext der PISA-Studie zeigt auch, dass für den Kompetenzerwerb der Schüler tatsächlich in allererster Linie die Schulen und ihre Qualität verantwortlich sind und nicht sozioökonomische Rahmenbedingungen auf regionaler oder lokaler Ebene. Die Bildungspolitik steht also auch weiterhin in der Verantwortung und muss die Qualität der schulischen Bildung weiter verbessern. Ermutigend ist dabei, dass sich seit den schlechten TIMSS-Ergebnissen in der mathematischen Kompetenz im Jahre 1997 in allen Ländern Verbesserungen ergeben haben. Die Herausforderung der nächsten Jahre ist die bessere Förderung der leistungsschwachen Schüler, besonders auch von Schülern mit Migrationshintergrund, die sonst in großer Zahl ihrer beruflichen Perspektiven beraubt würden.
 
Zu der Berichterstattung über den Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft bleibt festzuhalten, dass diese auf einer Konzentration auf den Gymnasialbesuch beruht. Wird dagegen das getestete Kompetenzniveau über alle Schularten hinweg mit dem Grad der Koppelung an den sozialen Hintergrund verbunden, so waren wiederum Bayern, Sachsen und Thüringen 2003 am erfolgreichsten, Bremen und Nordrhein-Westfalen am schlechtesten. Ein direkter Vergleich zwischen den großen westdeutschen Flächenländern Bayern und Nordrhein-Westfalen zeigt, dass sich der Kompetenzabstand nach unten ausweitet und Schüler bayerischer Hauptschulen dasselbe Kompetenzniveau aufweisen, wie Schüler integrierter Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen, bayerische Realschüler nicht wesentlich schlechter abschneiden, als Gymnasiasten in NRW. Dies zeigt, dass Nivellierung nur das allgemeine Niveau nach unten zieht, ohne soziale Unterschiede zu überwinden."

PDF-Download
[03.11.2005]
weitere Pressemitteilungen



DruckversionSeite empfehlen