Zu den Ausschreitungen in Frankreich und der vereinzelt geäußerten Sorge, ähnlich gravierende Krawalle könnten auch in deutschen Großstädten vorfallen, erklärt der innenpolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Sebastian Warken:
„Die Bevölkerungs- und Besiedlungsstruktur Frankreichs ist anders als die Deutschlands. Aus diesem Grund sollte man sich vor Spekulationen darüber hüten, ob Ausschreitungen in gleichem Ausmaß wie in Frankreich auch in Stadtteilen deutscher Großstädte geschehen könnten. Dies ruft Nachahmer auf dem Plan, trägt aber zu einer Debatte über auch in Deutschland existierende Problemlagen nichts bei.
Die Abschottung eines Stadtteils, insbesondere eines solchen mit einem hohen Zuwandereranteil, stellt ein Phänomen dar, dem in erster Linie mit gesellschafts- und bildungspolitischen Mitteln begegnet werden muss. Dazu gehört die Sicherstellung eines geordneten Schulbetriebes mit gut ausgebildeten Lehrern. Hinzutreten muss jedoch eine innenpolitische Komponente. Es darf nicht hingenommen werden, dass sich Schulen in sozialen Brennpunkten zu rechtsfreien Räumen entwickeln, an denen vor allem Gewalt und Drogenhandel nicht geahndet werden.
Krawallmachen ist kein Kavaliersdelikt. Wer darüber nachdenkt, aus Lust auf Abwechslung an gewalttätigen und zerstörerischen Ausschreitungen teilzunehmen, muss vor Augen haben, dass der Rechtsstaat solches Verhalten ahndet und bestraft.“
