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Sonntag, 26.05.2013, 07:43 Uhr
PRESSE
Junge Union: Kennzeichnungsvorschriften für Kinderlebensmittel verschärfen

 "Die EU-Kommission unter Leitung ihres Präsidenten Jacques Santer muß unverzüglich handeln und die veraltete Etikettierungsrichltinie im Sinne des Elternrechts verschärfen", forderte Schmitt. Die JU bezieht sich mit ihrer Forderung auf eine kürzlich bekannt gewordene Untersuchung der Hamburger Verbraucherzentrale, wonach zahlreiche Kindersnacks in bedenklichen Mengen Alkohol enthalten. Betroffen hiervon seien unter anderem YES-Törtchen, Milka Tender, der Nestlé-Bärensnack und die Kinder-Milchschnitte von Ferrero. Die Alkoholkonzentrationen führten bei Kindern zwar nicht zu einem Schwips, so die Studie, es bestehe jedoch die Gefahr, daß die Kleinen sich viel zu früh an den Alkoholgeschmack gewöhnten. Nach Ansicht der JU könnten die Verbraucher - in diesem Fall in der Regel die Eltern - nicht im Interesse der Kinder eine Kaufentscheidung treffen, solange sich die gefährliche Alltagsdroge Alkohol unter dem nichtssagenden Ingrediens "natürliche Aromen" oder anderen, harmlos klingenden Bezeichnungen verberge. Außerdem müßten sich die großen Lebensmittelkonzerne fragen lassen, ob sie längerfristige Verkaufsstrategien verfolgten, wenn sie unter der Hand nur für Erwachsene bestimmte Genußmittel in geringen Mengen den Kindersnacks beifügten. "Man hat den Eindruck, als sollten hier juvenile Likör- und Schnapsliebhaber herangezüchtet werden", sagte der JU-Sprecher. Bis die EU handelt, fordert Schmitt die Lebensmittelkonzerne zu einer freiwilligen Deklarierung aller Lebensmittel-Bestandteile auf.
[03.06.1998]
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