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Eine Momentaufnahme beim TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück

von Christoph Brzezinski

20:15 - Prime Time: Das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Heraus-forderer Peer Steinbrück geht auf Sendung. 17,6 Millionen Menschen schauen sich die Live-übertragung im Deutschen Fernsehen an. Das sind über zwei Millionen mehr als bei entspre-chenden der Begegnung Merkel gegen Steinmeier im Jahr 2009. Die Deutschen wissen: Es geht um Deutschland. Es geht darum, ob unser Land weiterhin erfolgreich von unserer Bun-deskanzlerin regiert wird oder von jemandem, der von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Heute beschimpft er italienische Politiker als Clowns, morgen zeigt er den Lesern des SZ-Magazins den Stinkefinger. Und das tut er als ein Mann, der Kanzler werden möchte. Wäh-rend Merkels schwarz-rot-goldene „Deutschlandkette“ beim TV-Duell punktet, hat Steinbrück nur peinliche „Hätte, hätte Fahrradkette“-Sprüche auf dem Kasten.

Gesendet wird das TV-Duell aus dem Studio Berlin in Adlershof. Hier wurde Jahrzehnte lang DDR-Fernsehen produziert und ausgestrahlt. Heute beherbergen die Studios unter anderem Polit-Talkshows wie „hart aber fair“ und „Anne Will“.

Volles Haus auch bei der CDU. Natürlich wird das TV-Duell im Konrad-Adenauer-Haus auf jedem verfügbaren Bildschirm gezeigt. Hunderte Menschen sind zu Gast, darunter auch zahl-reich vertreten die Junge Union und das teAM Deutschland.

Szenenwechsel, etwa zwei Stunden zuvor vor dem Studio in Berlin-Adlershof: Die JU ist schon da, um die Bundeskanzlerin bei Ihrer Ankunft zu begrüßen und anzufeuern. Vor dem Studio tummeln sich nun rund 200 junge Leute mit blauen und orangenen T-Shirts. Die Stim-mung ist einmalig. Wo man hinschaut sieht man Plakate mit der Aufschrift „ COOL BLEI-BEN UND KANZLERIN WÄHLEN“ oder „Angie“.

Die Jung-Sozis? Ach ja, die sind auch da. Zehn Leute haben sie zusammengekriegt. Und die, die da sind, können einem schon fast leidtun. Verloren wirken sie, kaum zu erkennen. Nicht mal T-Shirts von der SPD oder von den Jusos haben sie bekommen.

Dann ist es soweit, die Kandidaten treffen ein. Auftritt Problem-Peer: Sein Fahrer parkt zu Steinbrücks Aufregung nicht direkt vor dem Studio-Eingang. So muss dieser noch die 200 Meter an dem blau-orangenen Meer vorbei laufen. Seinen Gemütszustand kann er beim Anblick der Kräfteverhältnisse vor dem Studio nicht verbergen. Da können auch die zehn Jusos nichts mehr machen. Lautstark tönen Chöre von „Du kannst nach Hause fahren“ durch die Straße. Sollte er einem leidtun? Nein. Ein Mann mit Kante möchte er sein. Als jemand, der kein Blatt vor den Mund nimmt und nicht vor Beleidigungen zurückschreckt, muss er das halt abkönnen. Und dann ist es soweit, die Kanzlerin kommt. Als Angie aus dem Auto steigt, tobt Adlershof. „Angie, Angie“ und „Oh, wie ist das schön“. Sie wird bejubelt für ihre erfolgreiche Arbeit und freut sich sichtlich über die Unterstützung. Schon an diesem Abend war zu sehen, was sich am 22. September bestätigte: Deutschland möchte, dass sie Kanzlerin bleibt.

Jetzt sind sie beide im Studio. Schnell wird alles eingepackt und es geht zurück zum Public Viewing ins Adenauer-Haus.

Christoph Brzezinski ist Landesvorsitzender der Jungen Union Berlin.

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