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Bericht über die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer

Von Dennis Brinckmann

Als „strahlendsten Moment in Europas dunkelstem Jahrhundert“ bezeichnete einst der Historiker Fritz Stern die Wendezeit, die den Weg zur deutschen Wiedervereinung ebnete. Der Höhepunkt dieser Zeit war der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989, welcher der 28 Jahre lang anhaltenden Teilung der Stadt und des Landes ein Ende setzte. Zum 25. Jahrestag wurde dieses Ereignis in Berlin gebührend gefeiert.

Das ganze Wochenende über wurde in der Hauptstadt im Rahmen verschiedener Veranstaltungen an die damaligen Ereignisse und die innerdeutsche Teilung und ihre Opfer erinnert. Die größte Veranstaltung fand hierbei vor dem Brandenburger Tor statt: Ein großes Bürgerfest der Bundesregierung unter dem Motto „Mut zur Freiheit“ mit hunderttausenden Teilnehmern. Nach einem Gedenken an die Maueropfer berichteten dort Bürgerrechtler über ihre Zeit in der damaligen DDR und blickten auf den Verlauf der „friedlichen Revolution“ im Jahre 1989 zurück. Dabei unterstrichen sie die Bedeutung der Maueröffnung für den anschließenden Fall des „Eisernen Vorhangs“ und das Ende der Spaltung Europas.

Das Kernstück der Jubiläumsfeierlichkeiten bildete eine gut 15 Kilometer lange „Lichtgrenze“ entlang eines Teilabschnitts des ehemaligen innerstädtischen Mauerverlaufs. Etwa 7000 beleuchtete Luftballons schufen eine Mauer aus Licht und visualisierten so die einstige Teilung der Stadt. Im Vorfeld bestand die Möglichkeit, sich als Ballonpate zu bewerben.

Am Abend des 9. November ließen vor dem Brandenburger Tor prominente Zeitzeugen wie der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und Bundespräsident Joachim Gauck sowie Bürgerrechtler und Oppositionelle aus der damaligen DDR als Erste ihre Ballons in den Himmel steigen. Dazu spielte die Staatskapelle Berlin die „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie. Im Anschluss stiegen entlang der gesamten „Lichtgrenze“ nacheinander auch die 7000 Ballons der Ballonpaten auf und symbolisierten so den Fall der Mauer und die Überwindung der innerstädtischen Spaltung. Unzählige Besucher säumten dabei die gesamte Strecke der „Lichtgrenze“ und sorgten für eine Atmosphäre, die auch den Jüngeren, die den Mauerfall nicht oder noch nicht bewusst erlebt haben, zumindest eine Ahnung gab, welches Glück die Berliner genau 25 Jahre zuvor erfüllt hatte.

Bereits am Vormittag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen der zentralen Gedenkfeier zum Jubiläum des Mauerfalls eine neue Ausstellung in der Gedenkstätte an der Bernauer Straße eröffnet und mit Zeitzeugen gesprochen. Die Kanzlerin erinnerte an die Mauertoten und die durch die Staatssicherheit Verfolgten und hob dabei hervor, dass die DDR ein ideologiebesessenes Regime und ein Unrechtsstaat gewesen sei. Zwar könne man das Unrecht nicht ungeschehen machen, es müsse aber auch in Zukunft benannt werden.

Dennis Brinckmann ist stellvertretender Landesvorsitzender der JU Berlin

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