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Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf erklärt die wettbewerbspolitische Sprecherin der Jungen Union Deutschlands, Anne Schäfer:
 
"Die Gelegenheit, die im Jahr 2001 gestartete "Doha-Runde" zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, darf nicht erneut verspielt werden. Insbesondere eine Senkung bzw. Beibehaltung der Zölle für Industriegüter durch eine vertragliche Festsetzung würde dem internationalen Handel die notwendige tarifäre Planungssicherheit geben.
 
Zwar liegt der durchschnittliche Importzoll für Industriegüter in den führenden 34 Volkswirtschaften, die für 95 Prozent des Welthandels verantwortlich sind, schon derzeit bei lediglich sieben Prozent. Doch diese Tarifsenkungen der letzten Jahre sind bisher nicht bindender Natur. Nur acht Volkswirtschaften - darunter die EU, Kanada, Japan, die USA sowie China - haben sich verpflichtet, diesen niedrigen Prozentsatz langfristig beizubehalten. Alle übrigen 26 Länder können ihre Industriezölle jederzeit und ohne Entschädigung der Handelspartner mehr als verdreifachen.
 
Um unkalkulierbare Rückschritte im Freihandel und Wohlfahrtsverluste zu vermeiden, ist es deshalb dringend erforderlich, den Abbau von Industriezöllen durch ein neues WTO-Abkommen vertraglich zu fixieren, damit alle WTO-Mitglieder von den Prinzipien der Nicht-Diskriminierung und der Meistbegünstigung profitieren können.
 
Für Deutschland als Exportweltmeister wäre die weitere Liberalisierung des Welthandels besonders gewinnbringend. Große Schwellenländer wie Brasilien und Indien haben bislang Importzölle auf Industriegüter wie Kraftfahrzeuge von bis zu 100 Prozent erhoben. Ein erfolgreicher Abschluss der "Doha-Runde" würde der deutschen Wirtschaft neue Absatzmärkte erschließen und damit auch die Chancen für die Schaffung neuer sowie die Sicherung vorhandener hochqualifizierter Arbeitsplätze verbessern."

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