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Plädoyer für eine „greifbare“ Volkspartei als „freiheitlich-konservative Kraft“

VON SIEGFRIED WALCH

Unsere Parteien CSU und CDU generieren nach wie vor ihre Stärke in besonderer Weise aus dem ländlichen Raum. Auch wenn die klassischen Einteilungen in die bekannten Milieus sowohl in den Metropolen als auch auf dem Land zunehmend verschwimmen, so ist es für die Zukunft unserer Partei von besonderer Bedeutung, dass wir gerade auch den ländlichen Raum im Blick haben.

Um mittel- und langfristig diesen Erfolg zu sichern ist es deshalb von besonderer Bedeutung, dass wir Persönlichkeiten zur Wahl stellen, die mitten aus der Gesellschaft kommen. Die Verwurzelung in Vereinen und dem sozialen Leben vor Ort ist besonders wichtig. Leider wird solches Engagement auch in unseren Parteien oft als „Vereinsmeierei“ belächelt. Dies halte ich für einen fatalen Fehler, weil persönliches Engagement im Ehrenamt auch die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit besonders positiv prägt. Wer tatsächlich in der Gesellschaft verwurzelt ist, findet also nicht nur ein Mehr an Anerkennung in der Bevölkerung, sondern er kann diesem auch eher gerecht werden, weil er die Probleme und Sorgen der Menschen kennt und ernst nimmt. Es gibt den Stand des Politikers nicht um dessen eigene Eitelkeit zu befriedigen, sondern damit wir den Menschen und unserem Land eine gute Zukunft sichern! Das müssen die Menschen spüren.

Ein weiterer wesentlicher Faktor, um als Volkspartei auf dem Land auch in Zukunft Erfolg zu haben ist, dass wir uns inhaltlich klar positionieren und für die Menschen „greifbar“ bleiben. Als Konsequenz bedeutet das, dass wir unbedingt darauf achten müssen, auch in Zukunft einen klaren Markenkern zu haben, der eben nicht von anderen Parteien geboten werden kann. Die Grünen haben erlebt, dass durch die Orientierung weg von deren Kernthemen wie Ökologie und Umweltschutz hin zu einer allumfassenden linken Partei die Bindung der Stammwähler verloren geht und die Wahlergebnisse einbrechen, weil diese Attribute eben auch durch andere Parteien dargeboten werden. Auch wenn der Vergleich mit einer Volkspartei unserer Breite vielleicht nicht ganz so zu führen ist, so denke ich doch, dass wir auch daraus unsere Lehren ziehen können. Für uns als christliche Partei muss dies bedeuten, dass wir neben der Breite, die eine Volkspartei haben muss, auch wieder stärker unsere ureigenen Werte in den Mittelpunkt rücken müssen. Die konservative und liberale Verankerung unserer Parteien war immer der wichtigste Erfolgsfaktor. Dies gilt vor allem auf dem Land. Wenn wir also auch in Zukunft flächendeckend Erfolg haben wollen, müssen wir uns auch wieder stärker als freiheitlich-konservative Kraft positionieren!

Autor: Siegfried Walch (30) ist seit Mai 2014 Landrat im Landkreis Traunstein und stellvertretender Landesvorsitzender der JU Bayern.

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