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Am 6. Februar 2015, pünktlich zum Start der Berlinale, fand der traditionelle Filmempfang der Jungen Union Deutschlands in Berlin statt. Mit neuem Format und weit über 200 Besuchern hat der Filmempfang seinen Platz als fester Bestandteil der Internationalen Filmfestspiele erneut unter Beweis gestellt.

Auch in diesem Jahr trat die Daimler AG als Hauptsponsor des Filmempfanges auf. Dr. Mike Reichert, Director Government Relations Berlin & European Affairs Daimler AG, hat den Dank der JU nach seinem Grußwort stellvertretend angenommen. In Ihrem informativen Impuls betonte die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und Staatministerin, Prof. Monika Grütters MdB, wie erfolgreich sich Deutschland als Produktionsstandort seit der Einführung des DFFF entwickeln konnte. Einer der erfolgreichsten Filme des Jahres, „Grand Budapest Hotel“, der vier Oskars bekam und in Deutschland produziert wurde, ist ein eindrucksvolles Beispiel für diesen Erfolg. Anschließend folgte eine Diskussion mit hochkarätigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und dem Kulturbereich, die durch den bekannten TV-Moderator Thore Schölermann kurzweilig geleitet wurde.

Auf die entscheidende Frage, ob eine Filmförderung für das ansonsten so erträgliche Geschäft notwendig sei, entgegnete Dr. Carl Woebcken, Vorstandsvorsitzender Studio Babelsberg AG, dass das vom ihn geleitete Studio ohne DFFF (Deutsche Filmförderfonds) womöglich gar nicht wirtschaftlich überlebt hätte. Die internationale Konkurrenz, die ebenfalls staatlich gefördert wird, ist einfach zu stark. In diesem Zusammenhang müsste eher über mehr Förderung nachgedacht werden. Die Entscheidung die Mittel 2015 von 60 auf 50 Millionen Euro zu kürzen und die Differenz erst 2016 wieder zur Verfügung zu stellen, sei hier der falsche Weg. Er wies auch darauf hin, dass der DFFF tatsächlich eine Förderung und keine Subventionierung darstellt, da mehr Mittel zurückfließen als eingesetzt werden.

Marco Wanderwitz MdB, kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hielt fest, dass die Zuverlässigkeit des DFFF eine wichtige Rolle für die Produzenten spiele. Auf die Nachfrage, ob eher wirtschaftliche oder künstlerische Aspekte bei der Vergabe von Fördermitteln die entscheidende Rolle spielen, entgegnete er, dass es schwierig sei, die beiden Aspekte gegeneinander abzuwägen. Mit dieser Zwickmühle umzugehen, ist eine Herausforderung, der sich die Politik stellen muss.

Professor Wolfram Winter, Executive Vice President Communications & Public Affairs Sky Deutschland, lobte den DFFF ebenfalls ausdrücklich. Die Filmproduktion in Deutschland sei jedoch immer noch viel zu stark reguliert und bräuchte mehr Freiräume. Für die Sky AG spiele das eine wichtige Rolle, da sie verstärkt auf eigenen, in Deutschland produzierten, Inhalt setzt. Dieser muss sich vor allem qualitativ vom Free-TV absetzen und ist entsprechend kostenintensiv. Obwohl Sky auf die Einnahmen durch die über 4 Millionen langfristigen Kunden zurückgreifen kann, wäre auch bei Fernsehproduktionen eine an den DFFF angelehnte Förderung sinnvoll. Vor allem Großbritannien und Ungarn haben in diesem Bereich bereits positive Erfahrungen gesammelt und konnten aufwendige Fernsehproduktionen hervorbringen.

Paul Ziemiak dankte in seinem Schlusswort allen Teilnehmern und Diskutanten und betonte, dass die JU sich weiterhin für Erhalt und Ausbau des DFFF einsetzen wird. Die Umsetzung der wichtigsten JU-Forderungen: Aufstockung der Mittel auf 100 Millionen Euro und Abschaffung der zeitlichen Befristung des DFFF, steht noch aus.

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