Lena Tollkamp ist 17 Jahre alt und geht auf das Pestalozzi-Gymnasiastin in Herne. Mitte März trat sie in die Junge Union ein. Über ihre Beweggründe und warum es heute Sinn macht, sich politisch zu engagieren, sprach sie mit der ENTSCHEIDUNG.

von Moritz Mihm

Wie bist du auf die Junge Union aufmerksam geworden?

Ich habe mich schon immer für die Politik interessiert und mir hat die CDU schon immer am besten gefallen. Ich will nicht behaupten, dass ich ein Fan von Angela Merkel bin, aber ich finde, dass sie ihre Sache gut macht. Viele Leute kritisieren sie wegen der Flüchtlingskrise und schieben ihr die Schuld in die Schuhe. Aber ich finde, das, was sie gemacht hat, war das einzig Richtige. Und dann habe ich einfach mal nachgefragt und im Internet geguckt, ob man als Schülerin so wie ich die Möglichkeit hat, sich zu engagieren. Da bin ich auf die Junge Union gestoßen, habe den Online-Antrag ausgefüllt und bin eingetreten.

Gibt es einen bestimmten Grund, warum du gerade jetzt eingetreten bist?

Eigentlich wollte ich schon lange eintreten. Ich habe oft mit meiner Mutter darüber geredet, weil ich darüber nachdenke, später Politikwissenschaften zu studieren. Ich glaube jetzt nicht, dass man eine richtige Karriere damit starten kann, aber ich denke schon, dass man später auch Einfluss haben kann. Die Idee, in die JU einzutreten, war so ein Gedanke, der bei mir im Kopf herumging und über den ich den letzten Monaten immer häufiger nachgedacht habe. Mitte Mai sind hier in NRW-Landtagswahlen. Auf dem Weg zur Schule hängen schon überall die Plakate. Das hat mich dann motiviert.

Was erwartest du von der Jungen Union?

Ich erwarte, dass jeder eine eigene Meinung hat und diese Meinung auch akzeptiert wird. Ich denke, die Junge Union bietet einen Freiraum, in dem wir Schüler oder Jugendliche selbst sagen können, wie wir die Dinge sehen und auch, was wir vielleicht verändern wollen. Und dass wir als Jugendliche einfach erklären können, warum wir Dinge anders machen würden.

Welche Themen sind dir besonders wichtig?

Bildungsgerechtigkeit ist mir am wichtigsten, der Grad der Bildung hat sehr große Auswirkungen auf unser späteres Leben. Kinder und Jugendliche müssen deshalb unabhängig von ihrer Herkunft gleiche Chancen auf gute Bildung haben. Ich finde, dass von dieser Bildungsgerechtigkeit viel abhängt – für jeden Einzelnen, aber auch für die ganze Gesellschaft. Daher ist das für mich das wichtigste.
Mir ist außerdem ein gutes Zusammenleben mit den Flüchtlingen hier wichtig. Herne ist nicht besonders groß. Trotzdem haben wir viele Flüchtlinge aufgenommen. Ich denke, dass es gerade in Herne sehr viele Vorurteile und Probleme gegenüber Flüchtlingen gibt. Wenn man hört, dass jemand überfallen wurde, schieben viele Leute das schnell auf die Neuankömmlinge, die Flüchtlinge. Wir müssen stärker unterscheiden zwischen denen die kriminell sind, und denen die Schutz suchen. In meiner Schule gibt es beispielsweise eine Klasse, in der Kinder und Jugendliche aufgenommen werden, die Deutsch lernen und sich integrieren. Die möchte ich unterstützen.

Jungen Menschen wird häufig unterstellt, sie seien unpolitisch. Was hältst du denn von dieser Behauptung?

Jugendliche sind nicht unpolitisch. Jeder Jugendliche stellt sich die Frage, wie das Land aussehen soll, in dem er leben möchte. Besonders in der Schule ist mir das aufgefallen: Wenn wir SoWi haben, also Sozialwissenschaften, diskutieren sehr viele mit und kennen sich sehr gut aus. Die beschäftigen sich auch in ihrer Freizeit mit Politik. Aber sie glauben einfach nicht, dass sie Einfluss auf politische Entwicklung haben können. Deshalb kommt es so rüber, als seien Jugendliche unpolitisch. Ich glaube an einen Dominoeffekt: Wenn einige in die JU – oder eine andere politische Jugendorganisation – eintreten, dann ziehen die wiederum andere Leute aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis mit.

Glaubst du, dass sich in Zeiten von Brexit und Trump besonders junge Menschen wieder stärker politisch engagieren müssen?

Ja. Ich glaube, dass besonders die jungen Menschen von diesen Entwicklungen betroffen sind und deshalb darauf Einfluss nehmen müssen. Ich kann gut verstehen, dass gerade junge Leute gegen den Brexit gestimmt haben. Sie müssen mit den Folgen dieser Entscheidung leben. Wir werden nicht mehr einfach so nach England reisen können – und umgekehrt. Gerade in einer globalisierten Welt, in der Jugendliche durch Reisen oder im Studium viel Auslandserfahrung sammeln, ist diese Entwicklung schlecht. Es ist wichtig, dass sich die jungen Leute politisch engagieren.

Die Junge Union ist traditionell kampagnenstark und aktiv. Gerade in den anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen wird es wahrscheinlich eine ganze Menge Aufgaben geben. Wir gehen raus auf die Straße, kleben Plakate und gehen von Tür zu Tür. Kommst du mit?

Auf jeden Fall! Ich werde unsere Kandidaten für die Landtagswahl und dann Paul bei der Bundestagswahl tatkräftig unterstützen.

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