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Zum Start der 3. Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung am kommenden Montag, den 13. Juli 2015 in Addis Abeba, erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Paul Ziemiak, und der Vorsitzende der Internationalen Kommission der Jungen Union Deutschlands, Younes Ouaqasse:

„Wie bereits 2002 bei der ersten Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung in Monterrey, Mexiko haben die teilnehmenden Länder sich auch bei der zweiten Konferenz Ende 2008 in Doha, Katar auf mehrere Ziele zur Armuts- und Hungerbekämpfung geeinigt. Die immensen Flüchtlingsströme aus Afrika zeigen deutlich, dass die erzielten Fortschritte bei weitem nicht ausreichen.

Die in Monterrey festgestellte Ungleichheit und die globale Bedrohung durch den Klimawandel müssen weiter bekämpft werden. Die Stärkung der lokalen Wirtschaft als einen Schwerpunkt der modernen Entwicklungshilfe zu setzen, war richtig. Nur eine ökonomisch sinnvolle Hilfe ist auch nachhaltig und zukunftsfähig. Nur ein qualitatives und quantitatives Wirtschaftswachstum können Armut und Hungersnöte effektiv und dauerhaft bekämpfen.

Es ist kein gutes Zeugnis für alle hochentwickelten Nationen, dass in einer modernen, vernetzten und globalisierten Welt immer noch fast eine Milliarde Menschen über keinen Zugang zum sauberen Trinkwasser verfügt. Immer noch sterben jährlich mehr Menschen an Hunger, als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. 3,1 Millionen Kinder jährlich oder rund 8500 Kinder täglich sterben an den Folgen einer Mangel- und Unterernährung.

Deutschland und Europa müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und die bereits 2002 gesetzten Ziele endlich umsetzen. Der europäische Markt muss weiter für Entwicklungsländer geöffnet und Zugangsbeschränkungen abgebaut werden. Europa muss im Bereich der Entwicklungshilfe mit einer Stimme sprechen, Projekte koordinieren und eine gemeinsame europäische Entwicklungsstrategie erarbeiten. Die europäische Entwicklungshilfe muss substanziell aufgestockt werden.

Die Bundesregierung sollte mit gutem Beispiel voran gehen und dafür Sorge tragen, dass bereits in diesem Jahr die Ausgaben für Entwicklungshilfe von 0,38 auf 0,7 Prozent des BIP steigen und damit die 2002 in Monterrey vereinbarten Ziele erreicht werden. Die Junge Union fordert die Bundesregierung auf, eingegangene Selbstverpflichtungen zu erfüllen und sich in Addis Abeba für eine Ausweitung der Ziele einzusetzen.“

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