Wähle deinen Beitrag:     Euro  

Anlässlich des 60. Jahrestages des ersten Staatsbesuchs von Bundeskanzler Konrad Adenauer in Moskau erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Paul Ziemiak, und der Vorsitzende der Internationalen Kommission der Jungen Union Deutschlands, Younes Ouaqasse:

„Auf Einladung der sowjetischen Regierung reiste Adenauer vom 8. bis 14. September 1955 nach Moskau. Das Ergebnis der Verhandlungen war die Aufnahme diplomatischer Beziehungen gegen Freilassung der restlichen rund 10 000 deutschen Kriegsgefangenen bei Wahrung der deutschlandpolitischen Rechtsposition der Bundesregierung. Nicht das Beharren auf unerreichbaren Forderungen nach Fortschritten in der deutschen Frage, sondern Nervenstärke und politisch-taktisch kluges Reagieren brachten Adenauer Erfolg.

Nach Einschätzung der Bundesregierung lag der Schlüssel zur Wiedervereinigung in Moskau. Auch ein nachhaltiger und nicht nur auf gegenseitiger atomarer Abschreckung basierender Frieden in Europa konnte nur in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion erreicht werden. An diesem Grundsatz hat sich bis heute nichts geändert. Frieden auf unserem Kontinent kann es nur mit und nicht gegen Russland geben.

Das bedeutet nicht, dass europäische Werte und Grundsätze aufgegeben werden sollen. So wie einst Adenauer, muss die Bundesregierung es schaffen, ohne die Aufgabe der eigenen Positionen in Fragen der Ukrainekrise und der Menschenrechte unsere Forderung nach einer unabhängigen und friedlichen Ukraine durchzusetzen. Europa darf nicht wieder in Einflusszonen und Interessensgebiete geteilt werden. Jedes Land muss das Recht haben sich frei für Bündnisse und Gemeinschaften entscheiden zu dürfen, ohne militärischen und wirtschaftlichen Druck vom Nachbarland fürchten zu müssen.

Der Dialog mit Russland muss dringend fortgeführt und die Beziehungen nachhaltig verbessert werden. Die Einbeziehung Russlands in die europäische Zusammenarbeit und die Schaffung einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur sind für die Zukunft Europas von entscheidender Bedeutung und sollten primäre Ziele deutscher Außenpolitik bleiben.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ihr Ansprechpartner

Felix

Felix Gebert - Organisationsreferent

E-Mail senden

Dein Kontakt zu Paul:
paul@junge-union.de
030 / 278 787 15

Dein Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle:
ju@junge-union.de
030 / 278 787 0