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Anlässlich der Schulreformvorschläge von Richard David Precht in der Wochenzeitung „Die Zeit“, erklären die bildungspolitische Sprecherin der Jungen Union und stellvertretende JU-Bundesvorsitzende Astrid Wallmann MdL und der Bundesvorsitzende der Schüler Union Leopold Born:

„Die Reformvorschläge von Herrn Precht gehen in die falsche Richtung und würden zu einer Bildungsmisere in Deutschland führen. Die Schulen einer der weltweit führenden Industrienationen als “die schlechtesten der Welt“ zu bezeichnen ist absurd und unverschämt.

Die Vorschläge von Herr Precht zeugen von Unkenntnis des Lehrerberufs und seiner Herausforderungen. Die Behauptung, ein Lehrer hätte nach einem kompletten Tag an einer Ganztagsschule um 16 Uhr „frei“ und das gleichzeitige Verlangen von detaillierten schriftlichen Beurteilungen über „den Lern- und Entwicklungsweg ihrer Schüler, über ihr Können und ihre Persönlichkeit“ statt Zensuren, ist beispielhaft für die Widersprüche und die Realitätsferne, die sich durch alle Vor-schläge ziehen. Forderungen nach einem Entzug der Kinder aus „dem schädlichen Einfluss man-cher Elternhäuser“ und die Bezeichnung des Verzichts der Eltern auf das Zusammensein mit Ihren Kleinkindern als ein „nicht allzu hoher Preis“ für „das Allgemeinwohl und die Zukunft des Landes“ dürfen in unserer freien und demokratischen Gesellschaft keinen Platz haben.

Seinem Schulsystem, das durch seine Vielfältigkeit die unterschiedlichen, persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten der Kinder fördert, ohne sie zu überfordern, verdankt Deutschland die Stellung als Wirtschafts- und Innovationsmotor Europas. Eine geringe Jugendarbeitslosigkeit, eine ausgeprägte Leistungsbereitschaft der Menschen sowie international anerkannte und gefragte Schul- und Universitätsabschlüsse stehen auf dem soliden Bildungsfundament, das in Schulen vermittelt wird. Kinder, die keine Disziplin erlernen, die Leistung nicht beurteilen und auch nicht schätzen können, die keine festen Strukturen kennengelernt haben, haben als Erwachsene kaum Chancen, vollwertige Mitglieder einer Gesellschaft zu sein. Daher fordert die Junge Union Deutschlands die Erhaltung des deutschen Bildungssystems und den Verzicht auf experimentelle Reformen auf Kosten der Schüler!“

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