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Die bayerische Arbeits- und Sozialministerin Christine Haderthauer MdL wirbt für Wahlfreiheit in der Familienpolitik und ein selbstbewusstes Eintreten für politische Ziele.

„Als Jugendliche habe ich nie eine Sturm- und Drangphase durchlebt, sondern war schon früh der bürgerlichen Politik zugetan“, blickt Christine Haderthauer auf ihre Schulzeit zurück, die ohne persönliche politische Richtungswechsel verlief. „Aber ich empfand die Bürgerlichen immer als zu defensiv, zu wenig kämpferisch beim Vertreten ihrer Anliegen.“ Dies war einer der Hauptgründe für sie, als 21-jährige Jura-Studentin in Würzburg Mitglied der CSU zu werden: „Ich wollte die Partei durch Mitgliedschaft unterstützen, nicht nur durch meine Stimme.“ Zudem hatte sie während des Studiums ihren späteren Ehemann kennengelernt, dessen Vater zu den Gründungsmitgliedern der CSU gehörte. In den folgenden Jahren stand jedoch die Familiengründung und der Berufseinstieg im Mittelpunkt: Das erste Staatsexamen und die Geburt des ersten Kindes fielen 1985 in dasselbe Jahr. „Ich hatte nicht den Plan, jemals in die Politik zu gehen“, so Haderthauer, die als zweifache Mutter ab 1991 als selbständige Rechtsanwältin in Ansbach und Ingolstadt tätig war. „Ich war zunächst eine Feld-, Wald- und Wiesenanwältin und habe dann meinen Fachanwalt für Arbeitsrecht gemacht und meine eigene Kanzlei aufgebaut.“

„Ich war schon immer extrem krisenfest - wenn der Kugelhagel kommt, bin ich absolut ruhig.“

„Als die Kinder dann aus dem Gröbsten raus waren, wurde ich aus den Reihen der örtlichen CSU angesprochen, ob ich mir ein Stadtratsmandat vorstellen könne.“ Haderthauer konnte es - und gehört seit 2002 dem Ingolstädter Stadtrat an. Zeitgleich übernahm sie den Kreisvorsitz der Frauen Union und gründete zehn Ortsverbände. „Zu dieser Zeit dachte ich noch: So, nun ist es gut!“, so Haderthauer, die ebenfalls 2002 eine eigene Anwaltskanzlei eröffnet hatte. Doch schon ein halbes Jahr später wurde ihr die örtliche CSU-Kandidatur für die Landtagswahl 2003 angetragen - mit Erfolg. „Dieser Schritt bedeutete für mich als Quereinsteigerin den Wechsel ins Profi-Politgeschäft.“ Im Bayerischen Landtag wurde sie Mitglied des Wirtschaftsausschusses und bei der Erarbeitung des neuen CSU-Grundsatzprogramms schrieb vor allem am familienpolitischen Teil mit. Als vier Jahre später nach dem Abschied von Edmund Stoiber das neue Führungsduo Huber/Beckstein Ausschau nach einem Generalsekretär der Partei hielt, zählte Haderthauer schnell zu den Kandidaten. Die neue CSU-Generalsekretärin musste schnell in ihre Rolle finden - weniger als ein Jahr blieb bis zur Landtagswahl 2008. „Man wächst an einer Aufgabe“, so Haderthauer, „es gibt bei so was kein Coaching, sondern man ist im Grunde völlig auf sich gestellt.“ Bei der Landtagswahl verlor die CSU nicht nur deutlich an Stimmen, sondern nach Jahrzehnten der Alleinregierung auch ihre absolute Mehrheit. Die Niederlage wurde der Parteiführung angelastet - und auch der Wahlkampfmanagerin Haderthauer, die ihren Posten räumte. „Ich war schon immer extrem krisenfest - wenn der Kugelhagel kommt, bin ich absolut ruhig.“ So rechnete sie in den Wochen nach der Wahl damit, sich wieder in die Landtagsfraktion einzureihen und die bewegten Monate zu verarbeiten. Doch einen Tag vor der Vereidigung der neuen Staatsregierung beorderte Ministerpräsident Horst Seehofer sie in die Staatskanzlei und teilte ihr mit, sie in sein Kabinett berufen zu wollen. Als neue Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen versah sie ihr Ressort mit dem Oberbegriff „Zukunftsministerium“. Nach ihrer Ansicht stehen der Gesellschaft drei große Veränderungen bevor: die demographische Entwicklung, das Thema Integration sowie die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Bildungs- und Familienpolitik. „Mein eigener Lebensentwurf hat mir gezeigt, dass man Familienarbeit nicht nur nach außen delegieren sollte“, so Haderthauer. „Mein Mann und ich waren immer ein Paar auf Augenhöhe, das sich die Aufgaben als Team geteilt hat. Wir haben uns als leidenschaftliche Eltern zugleich bei unseren Karrieren unterstützt.“

Auf die Frage, ob es sie im Laufe ihres Werdegangs gestört habe, dass mancher Zeitgenosse ihr Geschlecht als Grund für ihre jeweils nächste Karrierestufe nannte, antwortet Haderthauer selbstbewusst: „Das ärgert mich nicht. Ich war schon immer ein Führungstyp, unabhängig vom Geschlecht. Früher sind Leute Führungskräfte geworden, weil sie Männer waren. Es ist überfällig, dass das auch für Frauen gilt.“ Bei der Landtagswahl in Bayern am 15. September will sie ihren Beitrag dazu leisten, dass die CSU in Bayern auch künftig erfolgreich prägen kann.

Über Christine Haderthauer:

Geboren am 11. November 1962 in Neumünster, römisch-katholisch, verheiratet, zwei Kinder. 1981 Abitur, 1981/85 Studium der Rechtswissenschaften in Würzburg, 1985 1. und 1990 2. jur. Staatsexamen, ab 1991 selbstständige Rechtsanwältin, ab 2002 mit eigener Kanzlei. 1984 Eintritt in die CSU, seit 2002 Stadträtin in Ingolstadt, 2003 Wahl in den Bayerischen Landtag, seit 2005 Mitglied der CSU-Grundsatzkommission, 2007/08 CSU-Generalsekretärin und Mitglied im Parteivorstand. 2008 Ernennung zur Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen des Freistaates Bayern, seit 2011 stellv. Bezirksvorsitzende der CSU Oberbayern und Mitglied im Präsidium der CSU.

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