Wähle deinen Beitrag:     Euro  

Zur Diskussion über die Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder MdB, und der Moderator ihres Gesprächskreises Energiepolitik, Daniel Walther:
 
„Mit dem Regierungswechsel zu einer schwarz-gelben Koalition muss auch ein Wechsel zu einer vernünftigen und pragmatischen Energiepolitik verbunden sein. Es muss kritisch geprüft werden, ob die bisherige Energiepolitik den Zielen der Versorgungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und der Umweltfreundlichkeit gleichermaßen gerecht wurde. Eine Energiepolitik mit ausufernden Dauersubventionen für ausgewählte erneuerbare Energien, zunehmender Abhängigkeit von Energieimporten und steigenden Strompreisen darf nicht fortgesetzt werden. Energiepolitischer Wandel bedeutet ebenso, die Suche nach einem geeigneten Endlager fortzusetzen und dann zügig abzuschließen. Das Moratorium für die Erkundung des Salzstocks Gorleben muss sofort aufgehoben werden.
 
Die Junge Union setzt sich seit dem Jahr 2000 für einen Ausstieg aus dem Atomausstieg ein und fordert eine Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke (KKW). Alle deutschen Kernkraftwerke müssen jeweils so lange laufen dürfen, wie ihr sicherer Betrieb technisch gewährleistet ist. Kernkraftwerke haben eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit. Sie sind ein wichtiger Pfeiler der Versorgungssicherheit, erzeugen in großen Mengen klimafreundliche, CO2-freie Energie und machen nicht von einzelnen Lieferländern abhängig. Darüber hinaus erzeugen sie grundlastfähigen Strom kostengünstiger als jede andere Technik, ohne von zukünftigen CO2-Zertifikatepreisen belastet zu werden.
 
Die Erträge der längeren Nutzung der Kernkraft müssen in erster Linie denjenigen zu Gute kommen, die sowohl diese Technik als auch die energiepolitischen Experimente der vergangenen 11 Jahre bezahlt haben: Den Bürgern. Der Großteil der Erlöse der Energieversorger durch die Laufzeitverlängerung muss daher – vertraglich abgesichert und regulatorisch überwacht – den privaten, gewerblichen und industriellen Stromkunden wettbewerbsneutral in Form niedrigerer Strompreise weitergegeben werden. Ein deutlich kleinerer Teil sollte für Energieforschung und eine marktgerechte Förderung erneuerbarer Energien aufgewendet werden.
 
Bei allem Enthusiasmus für erneuerbare Energien muss klar sein: Als Dauersubventionsempfänger haben sie keine Zukunft. Der Einstand einer schwarz-gelben Bundesregierung darf auch nicht die Schaffung eines neuen gigantischen Subventionsmolochs durch Einführung einer ‚Laufzeitsteuer‘ sein. Wer in seinen Wahlprogrammen die Entlastung von Bürgern und Wirtschaft zur zentralen Aussage gemacht hat, sollte dies – gerade bei angespannter Haushaltslage – bei den Strompreisen in die Tat umsetzen.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Dein Kontakt zu Paul:
paul@junge-union.de
030 / 278 787 15

Dein Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle:
ju@junge-union.de
030 / 278 787 0