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Zu dem in dieser Woche deutschlandweit stattfindenden Bildungsstreik erklären der wissenschaftspolitische Sprecher und der bildungspolitische Sprecher der Jungen Union Deutschlands, Stefan Gruhner und Tom Zeller:

„Für den in dieser Woche deutschlandweit stattfindenden Bildungsstreik der Studierenden haben wir Verständnis. Er sollte aber konstruktiv und nicht konfrontativ ablaufen. Im Mittelpunkt müssen Sachfragen stehen und nicht das Geschrei linker Krawallmacher. Die Zukunft der Hochschulen in Deutschland braucht eine Kultur des Dialogs und nicht der Konfrontation. Vor allem muss beim Protest Rücksicht auf andere Studenten genommen werden; die Streikenden dürfen die Anderen nicht am Studium hindern.

Die Kritik am Bologna-Prozess ist berechtigt. Es gibt in der Umsetzung Optimierungsbedarf, aber der eingeschlagene Weg ist im Grundsatz richtig. Wir müssen sicherstellen, dass die Studieninhalte ent-schlackt werden und die Reformen in den Hochschulen ankommen. Gegenwärtig ist die Bologna-Reform nur mangelhaft umgesetzt und wird deshalb zu Recht übereinstimmend von Studenten und Dozenten kritisiert. Reglementierung in der Gestaltung des Studiums und ein überbordendes Maß an Bürokratie an den Hochschulen als Konsequenz der Reformbemühungen werden die Akzeptanz des richtigen Weges der Europäisierung des Studiums nicht erhöhen. Deshalb setzt sich die Junge Union dafür ein, die Realisierung des Bolognaprozesses zu überprüfen und zu optimieren. Mehr Wahlfreiheit für die Studierenden, keine Verschulung, Bürokratieabbau und verbesserte Mobilität bei Studienwechseln innerhalb Deutschlands müssen die Eckpfeiler bei der Weiterentwicklung der Bologna-Reform sein.

Die verantwortlichen Bildungs- und Wissenschaftspolitiker in Bund und Ländern sind deshalb aufgefordert sich einem kritischen Dialog mit den Studierenden in Deutschland zu stellen. Die Junge Union wird sich auf ihrem Deutschlandrat am 4. und 5. Dezember im hessischen Bad Sooden-Allendorf intensiv mit der Weiterentwicklung der Bologna-Reform befassen und entsprechende Forderungen beschließen.“

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