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Zum aktuellen Wettskandal und der Diskussion über geeignete Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder MdB, und die finanzpolitische Sprecherin, Bundesvorstandsmitglied Kristin Peitz:
 
„Das Ausmaß des aktuellen Wettskandals zeigt, dass das Wettmonopol in Deutschland nicht geeignet ist, um vor Betrug und Manipulation zu schützen. Die Junge Union unterstützt den Vorschlag von DFB-Präsident Theo Zwanziger und DOSB-Generalsekretär Michael Vesper, seriöse private Anbieter auf dem deutschen Sportwettenmarkt zuzulassen. Es gibt kein überzeugendes Argument, warum lizensierte Sportwettenvermittler unter staatlicher Kontrolle nicht ebenso verantwortungsbewusst handeln wie staatliche Anbieter. Nach jetzigem Kenntnisstand sind private Wettanbieter z.B. aus Österreich und Großbritannien nicht vom Wettskandal betroffen. Das zeigt eindeutig – gemeinsame Frühwarnsysteme können funktionieren.
 
Bereits auf ihrem Deutschlandtag in 2006 hat die Junge Union die Öffnung des Wettmarktes gefordert. Ein staatliches Monopol ist kein Allheilmittel, sondern betrugsanfällig. Es fördert geradezu den Schwarzmarkt. Eine erfolgreiche Bekämpfung von Manipulationen bei Sportereignissen ist aber nicht abhängig von staatlichen oder nicht-staatlichen Unternehmen. Die entscheidende Rolle spielen vielmehr einheitliche Sicherheitsstandards und verpflichtende Frühwarnsysteme. Schließlich sind bei solchen Wettskandalen alle Beteiligten die Geschädigten – der Sport, die Verbraucher, staatliche und private Wettanbieter. Alle haben ein Interesse daran, kriminelle Strukturen einzudämmen und nach langfristigen Lösungen zu suchen. Der Sport und die Wettanbieter sind hier gleichermaßen gefragt. Verbraucher müssen sich auf ehrliche, saubere Spiele verlassen können. Um Betrüger vom deutschen Markt fernzuhalten, muss die Nachfrage nach attraktiven Wetten auf in Deutschland lizensierte Anbieter gelenkt werden. Eine Liberalisierung des Wettmarktes dämmt den ausufernden Schwarzmarkt ein, wovon am Ende auch die staatlichen Anbieter profitieren. Der Profi- und Breitensport kann bei einem Lizenzmodell Kooperationen mit lizensierten Wettanbietern eingehen und dadurch zusätzliche Sponsorengelder einnehmen.
 
Als Junge Union fordern wir unsere Kollegen im Bundestag und in den Ländern auf, endlich der Realität ins Auge zu blicken. Bei einer zeitgemäßen Regulierung des Sportwettenmarktes wird es nur Gewinner geben!“

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