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Zur gegenwärtigen Entwicklung bei der Deutschen Bahn AG erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Jungen Union Deutschlands, Bundesvorstandsmitglied Jessica Meyer:
 
„Die aktuellen Preiserhöhungen der Deutschen Bahn AG gehen auf Kosten der Schüler, Auszubildenden, Studenten, Berufspendler und Familien. In den vergangenen fünf Jahren hat der Konzern die Fahrpreise sechsmal erhöht. Seit dem Jahr 2000 verteuerte sich Bahnfahren um 27 Prozent und damit mehr als das Autofahren. Im öffentlichen Nahverkehr stiegen die Preise sogar um 36 Prozent. Angesichts der Wirtschaftskrise, in der viele Bürger aus Gründen der Sparsamkeit auf die Bahn umsteigen müssen, ist eine Preiserhöhung zum jetzigen Zeitpunkt unverantwortlich und schadet der Konjunktur. Weder die Auswirkungen der Finanzkrise, noch der mäßige Service der Deutschen Bahn mit häufig verspäteten oder überfüllten Zügen rechtfertigen höhere Fahrpreise.
 
Der Personenverkehr hat trotz Wirtschaftskrise keine signifikanten Rückgänge zu verzeichnen. Warum die Kunden im Fern- und Regionalverkehr für die massiven Einbrüche im Schienengü-terverkehr büßen sollen, ist nicht nachzuvollziehen. Beim Konjunkturpaket der Bundesregierung erhielt die Bahn 517 Millionen Euro, um wichtige Schienenverbindungen schneller zu modernisieren sowie Planungen für wichtige neue Verbindungen voranzutreiben. Somit werden auch eine Reihe von Engpässen im deutschen Schienennetz und Verbesserungen beim Lärmschutz ermöglicht. Über die Konjunkturprogramme hinaus stellt der Bund für Bahnhöfe allein im laufenden Jahr 197 Millionen Euro zur Verfügung, die Investitionen erreichen damit ein Rekordniveau, wovon 2.050 Bahnhöfe profitieren. Die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung sichert der Bahn außerdem 2,5 Millionen Euro pro Jahr vom Bund. Diese Mittel dürfen nicht nur in Wartung und Sanierung investiert werden, sondern auch in bessere Service- und Preisangebote.
 
Vor diesem Hintergrund ist es umso unverständlicher, warum die Bahn erneut ihre Preise erhöht hat und einen Stellenabbau bis 2011 von bis zu 6.000 Arbeitsplätzen plant. Bahnchef Rüdiger Grube ist aufgefordert, mehr Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Bevölkerung zu zeigen. Die Mobilität der Bahnfahrer, insbesondere der Schüler, Auszubildenden, Studenten und Arbeitnehmer, muss gewährleistet sein. Daher sollten spezielle Angebote für diese Personengruppen und Familien gemacht und beispielsweise das Dauer-Spezial ausgeweitet werden.“

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