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Zur Ankündigung von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB, die Erforschung der Kernfusion intensiv zu fördern, erklären der Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder MdB und der Moderator des Gesprächskreises Energiepolitik der JU, Daniel Walther:

„Die Junge Union Deutschlands begrüßt ausdrücklich die von Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem wöchentlichen Videopodcast veröffentlichte Ankündigung, die Kernfusion weiter intensiv zu erforschen. Die Kernfusion gilt zu Recht als äußerst umweltschonende Zukunftstechnologie zur Energieerzeugung, bei der ein deutlich geringerer Ressourcenverbrauch und Reststoffabfall anfällt. Die Kernfusionsenergie könnte in 20 bis 50 Jahren der Menschheit eine sichere, wirtschaftliche, grundlastfähige, umwelt- und klimaverträgliche sowie in historischen Dimensionen unerschöpfliche Energiequelle bieten.

Neue Spitzen-Technologien, die geeignet sind, Nachteile heutiger Technologien zu vermeiden und dabei die Grundlastversorgung moderner Industrienationen dauerhaft zu übernehmen, benötigen große Zeiträume und finanzielle Mittel bis zu ihrer Realisierung. Diese Anstrengungen erfordern internationale Kooperationen, wie sie bei den geplanten Reaktoren ITER und DEMO bereits umgesetzt werden. Für Deutschland bedeutet dies, sich weiterhin an solchen Projekten beteiligen zu müssen, um auch langfristig mit zu den Wissens- und Produktionsträgern dieser Technologien gehören zu können. Der Testreaktor ITER wird nur deshalb in Frankreich (Cadarache) gebaut, weil die deutsche Bewerbung von Greifswald im Jahr 2006 am Widerstand der Grünen gescheitert war. Dies darf sich in Zukunft nicht wiederholen! Die Junge Union hat sich auf ihrem Deutschlandrat im September 2006 in Greifswald bereits dafür eingesetzt, dass sich Deutschland unter den ersten Standorten befindet, an denen kommerziell erfolgreiche Anlagen errichtet werden. Grundlagenforschung, aber auch die Bereitschaft, sich früh und aktiv auf den Bau und Betrieb einer der ersten wirtschaftlich nutzbaren Anlagen vorzubereiten, müssen politisch unterstützt werden.

Die Entwicklung der Kernfusion muss daher weiter Priorität haben und zu einem Kernbestandteil deutscher Energieforschung werden. Deutschland ist als Industriestaat auf eine verlässliche Energieversorgung angewiesen, um Arbeitsplätze und Wohlstand dauerhaft zu sichern. Ideologische Barrieren gegenüber Zukunftstechnologien wie der Kernfusion sind inakzeptabel.“

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